ADB:Alvensleben-Hundisburg, Philipp Karl Graf von

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Artikel „Alvensleben-Hundisburg, Philipp Karl Graf von“ von Julius Großmann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 378–379, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Alvensleben-Hundisburg,_Philipp_Karl_Graf_von&oldid=- (Version vom 21. Juli 2019, 15:01 Uhr UTC)
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Alvensleben: Graf Philipp Karl v. A., königl. preußischer Staatsminister, wurde 16. Dec. 1745 zu Hannover geboren. 1770 Referendarius beim Kammergericht in Berlin, wurde er in den folgenden Jahren mehrfach bei Justizvisitationen verwandt 1774 Hofcavalier bei der Prinzessin Ferdinand von Preußen und Deputirter der altmärkischen Stände zur Revision und Regulirung des ritterschaftlichen Creditwesens, legt er beide Stellen im September 1775 nieder, um mit dem Charakter eines königlichen Kammerherren den Posten eines außerordentlichen Gesandten am kursächsischen Hofe anzutreten. In dieser Eigenschaft schloß er am 18. März 1778 mit dem kursächsischen Minister von Stutterheim eine geheime Convention in der bairischen Erbfolge-Angelegenheit und blieb Gesandter in Dresden bis zum Jahre 1787. Anfang 1788 zum außerordentlichen Gesandten bei der Republik der Vereinigten Niederlande ernannt, schloß er in demselben Jahre, 13. Juli, zu Loo eine Convention mit Lord Malmsbury zwischen den Kronen Preußen und Großbrittanien. Darauf in mehreren Missionen in deutschen Angelegenheiten thätig, legte er schon im November 1788 seinen Gesandtschaftsposten im Haag nieder und begab sich als Gesandter Preußens nach London, von wo er 1790 auf eigenes Verlangen abgerufen wurde. Im Mai 1791 zum wirklichen geheimen Staats-, Kriegs- und Kabinets-Minister ernannt, erhielt er 1798 den schwarzen Adler-Orden und wurde im Januar 1800 in den Grafenstand erhoben. Er starb unvermählt zu Berlin am 21. Oct. 1802. –

Als Mann von feiner Bildung war er auch litterarisch thätig; jedoch publicirte [379] er nur und zwar anonym: „Versuch eines tabellarischen Verzeichnisses der Krieges-Begebenheiten vom Münster’schen bis zum Hubertsburger Frieden.“ Im Haag 1789. –

Wohlbrück l. c. III. 403.