ADB:Amsterdam, Nicolaus Theodorici de

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Amsterdam, Nicolaus Theodorici de“ von Adolf Häckermann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 417, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Amsterdam,_Nicolaus_Theodorici_de&oldid=- (Version vom 21. November 2019, 13:17 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 1 (1875), S. 417 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Nicolaus Theodorici de Amsterdam in der Wikipedia
GND-Nummer 102551189
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|417|417|Amsterdam, Nicolaus Theodorici de|Adolf Häckermann|ADB:Amsterdam, Nicolaus Theodorici de}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=102551189}}    

Amsterdam: Nicolaus Theodorici de A., scholastischer Philosoph, † vor 1456. Geburtsjahr, Herkunft und Jugendverhältnisse sind nicht mit Sicherheit festzustellen. Als „magister Erfordiensis“ nach Rostock gekommen, ward er daselbst 1422 in die artistische oder philosophische Facultät recipirt und erlangte das Baccalaureat in der theologischen und juristischen Facultät. Innerhalb der Jahre 1425–36 bekleidete er 8 Mal das Dekanat und 1426 das Rectorat. Als das Baseler Concil 1435 die Stadt Rostock mit Bann und Interdict belegte und die Universität, einer Einladung des Bürgermeisters Rubenow folgend, ihre Uebersiedelung nach Greifswald beschloß, führte A. daselbst 1438 das Dekanat der Artistenfacultät, und blieb mit 4 anderen Professoren in der neuen Heimathstadt auch nach der mit d. J. 1443 erfolgenden Rückkehr seiner übrigen Amtsgenossen. Unter seinen Collegen scheint er in der scholastischen Wissenschaft den höchsten Ruhm erlangt zu haben; in Rostock empfing er die Würde eines quotlibetarius, d. h. eines Gelehrten, welcher unvorbereitet über alle philosophischen Sätze pro et contra zu disputiren hatte. – Seinen Freund Rubenow unterstützte er bei der Schaffung der Greifswalder Universität, erlebte aber die Eröffnung der neuen Hochschule 1459 nicht mehr. Als Rubenow’s Lehrer und Freund wird er auch mit diesem und 5 anderen früheren Rostocker Amtsgenossen auf einem 1460 angefertigten und noch in der Greifswalder Kirche vorhandenen Gemälde dargestellt. – Handschriftliche „Quaestiones metaphysicae“ von ihm bewahrt die dortige Kirchenbibl. zu St. Nicolai.

Pyl, in den Baltischen Studien XXI. I, 110. – Derselbe, Pommersche Geschichtsdenkmäler III. 36 ff., 86 ff. – Krabbe, die Universität Rostock I. 50 ff. – Kosegarten, Gesch. d. Univers. Greifswald I. S. 29.