ADB:Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich“ von Friedrich von Weech in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 431, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Andlaw-Birseck,_Konrad_Karl_Friedrich_Freiherr_von_und_zu&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 14:50 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Andlau, Peter von
Band 1 (1875), S. 431 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Conrad Karl Friedrich von Andlau-Birseck in der Wikipedia
GND-Nummer 116331445
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|431|431|Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich|Friedrich von Weech|ADB:Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116331445}}    

Andlaw-Birseck: Konrad Karl Friedrich A.-B., Reichsfreiherr von und zu B., geb. im Dec. 1766, † 25. Oct. 1839, war der vierte Sohn des fürst-bischöfl. basel’schen Landvogtes des Bezirks Birseck, Konrad von Andlaw und der Balbina von Staal. In Folge der durch die französische Revolution in seiner Heimath eingetretenen Ereignisse aus derselben vertrieben, suchte und fand er Anstellung in Vorderösterreich. Er war Regierungsrath zu Freiburg, als der Breisgau im J. 1806 an Baden überging; er trat als Hofrichter in badische Dienste über. In den J. 1809 und 1810 vertrat er das Großherzogthum Baden als außerordentlicher Gesandter am Hofe Napoleon’s I. In Paris, 1811, wurde er zum Minister des Innern ernannt, eine Stelle, die er im J. 1813 wieder mit der früheren, eines Hofrichters zu Freiburg vertauschte. Im J. 1814 in das Hauptquartier der verbündeten Mächte berufen, wurde ihm die Stelle eines Generalgouverneurs der Franchecomté mit dem Sitze in Vesoul übertragen, die er bald mit der gleichen Würde im ehemaligen Fürstbisthum Basel vertauschte und bis zum J. 1817, bis zum Uebergange dieses Gebietes an die Schweizer Eidgenossenschaft bekleidete. Von da an lebte v. A. wieder bis zu seiner Pensionirung im J. 1833 als Hofrichter zu Freiburg, wo er, 73 Jahre alt, starb. Im J. 1798 hatte er sich mit Sophie v. Schakmie vermählt und es waren aus dieser Ehe 4 Kinder entsprossen. Von ihnen trat Heinrich Bernhard, geb. zu Freiburg 20. August 1802, † in Freiburg 3. März 1871, nach Vollendung seiner Universitätsstudien in badische Militärdienste, die er jedoch bald wieder verließ, um eine Civilanstellung zu übernehmen. Seit dem J. 1830 lebte er als Privatmann auf seinem Gute Hogetetten[1] oder in Freiburg. In den J. 1835 bis 1866 war er zu verschiedenen Malen als Vertreter des grundherrlichen Adels ob der Murg Mitglied der badischen ersten Kammer, wo er mit Eifer die katholischen Interessen vertrat. Außer der sehr entschiedenen Stellung in allen das kirchliche Gebiet berührenden Fragen, regte er zu wiederholten Malen die Aufhebung des Hazardspieles zu Baden-Baden an. In seinen letzten Jahren verlegte er seine Thätigkeit mehr in die Presse und öffentliche Versammlungen, in denen er als einer der bedeutendsten Führer des Ultramontanismus eine Rolle spielte. Die Generalversammlungen der katholischen Vereine Deutschlands wählten ihn mehrere Male zu ihrem Präsidenten.

Litterarisch machte er sich durch eine Schrift: „Der Umsturz in Baden“, Freiburg 1850, bekannt, welche ihn in eine politisch-litterarische Fehde mit dem Staatsrath Bekk verwickelte. Außerdem erschienen von ihm verschiedene Flugschriften über kirchenpolitische Fragen.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 431. Z. 14 v. u. l.: Gute Hugstetten. [Bd. 2, S. 797]