ADB:Baechem de Egmunda, Nicolaus

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Artikel „Baechem de Egmunda, Nicolaus“ von Joseph Albert Alberdingk Thijm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 762, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Baechem_de_Egmunda,_Nicolaus&oldid=- (Version vom 6. Dezember 2019, 18:00 Uhr UTC)
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Baechem: Nicolaus B. de Egmunda, geb. zu Egmond in Nordholland um 1470, † 28. Juli (oder 24. Aug.) 1526 zu Löwen. 1488 begann er seine humanist. Studien im Falkencolleg in Löwen, ward 1491 Licentiat und nun selbst Lehrer jenes Collegs, studirte aber zugleich Theologie unter Adrian Floriszoon, nachmaligem Papst Adrian VI., ward 1505 zum Doctor promovirt und trat 1507 zu Mecheln in den Carmeliterorden. 1510 ward er Director des, der Universität incorporirten, Collegs seines Ordens zu Löwen, 1517 Prior und Regens der Studien des Carmeliterklosters zu Brüssel, kehrte aber 1511 an die Spitze des Löwener Collegs zurück und ward endlich 1520 von Karl V. zum Inquisitor ernannt. Er war in Predigten und Schriften ein eifriger Verfolger der Haeretiker; selbst den Erasmus griff er an, wofür ihm dieser das spottende Epitaphium machte: „Hic jacet Egmundus, telluris inutile pondus, Dilexit rabiem, non habeat requiem.“ Seine Schriften bleiben ungedruckt und sind zum Theil während der Unruhen der folgenden Zeiten zu Grunde gegangen. Es sind Vorlesungen, Predigten und Commentare biblischer Schriften.

Biogr. nat. de Belg.