ADB:Bega, Cornelius

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Artikel „Bega, Cornelius“ von Wilhelm Schmidt (Kunsthistoriker) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 268–269, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bega,_Cornelius&oldid=- (Version vom 16. Juli 2019, 16:58 Uhr UTC)
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Bega: Cornelis B., Maler und Radirer, getauft den 15. Novbr. 1620 zu Haarlem, war der Sohn des aus Friesland stammenden Holzbildhauers Pieter Jansz. Begyn, der ihn angeblich wegen seiner Streiche nicht mehr als sein Kind anerkennen wollte. Unser Maler soll deshalb den Namen Bega angenommen haben. Im Haarlemer Taufregister heißt übrigens der Vater blos Pieter Janszoon. Bega kam zu A. van Ostade in die Schule. Im Jahre 1653 begleitete er V. L. van der Vinne von Frankfurt a. M. nach Yverdun in der Schweiz, am 9. Juli reiste er nach Holland zurück. 1654 ließ er sich in die Haarlemer Gilde aufnehmen. Zehn Jahre später starb er, wie Houbraken berichtet, an der Pest; am 30. August wurde er begraben. B. war ein getreuer Nachahmer der Bauernmalerei des A. van Ostade, wenn auch nicht dessen bester, wie Houbraken angibt. Ihre Vorwürfe, Typen und Compositionsweise haben die größte Verwandschaft. Farbe und Behandlung Bega’s weichen dagegen ab, und nicht zu ihrem Vortheile. Sein Vortrag ist glätter und dabei härter, sein Colorit schwerer, und im Fleische von einem kühlröthlichen Tone; es mangelt die Zartheit der Abtönung und das prächtige Helldunkel Ostade’s, und damit der eigentliche Zauber, dessen so unbedeutende Vorwürfe nicht entrathen können. Sein Bauernconcert im Amsterdamer Museum gehört zu seinen besten Werken; hervorragend sind auch die Bilder im Louvre zu Paris, in der Eremitage zu St. [269] Petersburg, in der alten Pinakothek zu München und die zwei im Städel’schen Institute zu Frankfurt a. M., die 1663, also ein Jahr vor des Künstlers Tode, ausgeführt wurden. Bega’s 37 Radirungen sind gleichfalls ganz in der Manier seines Lehrers gehalten, zeigen aber eine härtere und eckigere Behandlung.