ADB:Benz, Severin

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Artikel „Benz, Severin“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 46 (1902), S. 364, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Benz,_Severin&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 16:59 Uhr UTC)
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Benz: Severin B., Historienmaler, geboren am 14. März 1834 in Marbach (St. Gallen), † am 2. November 1898 zu München, betrieb zuerst die Kunstschlosserei und besuchte zur weiteren Ausbildung das Polytechnikum zu München, wo er zur Malerei überging und an der Akademie, erst bei Anschütz und seit 1857 bei Piloty, rasche Fortschritte machte. Vorzüglich der religiösen Malerei zugethan, lieferte er seit 1860 viele Kirchen- und Andachtsbilder, darunter eine „Auferstehung“ 1863 (Stahlstich von H. Merz), wodurch er sich in Farbe und Technik als einen geschickten Schüler seines Meisters bewährte, welchem B. auch bei der Ausführung mehrerer Fresken, z. B. an der Westseite des Maximilianeums (Kaiser Ludwig d. Baier gründet das Stift zu Etal) assistirte. Als tüchtiger Componist bethätigte sich B. in der historischen Galerie des Nationalmuseums (Kurfürst Max Emanuel belagert 1691 Carmagnola in Piemont) und zeigte seinen Farben- und Formensinn auch mit idyllischen Scenen (Mutterglück) und kühneren Genrebildern (Banditen), insbesondere aber malte er in seiner Heimath viele Bildnisse, aber auch ganze Serien von anziehenden landschaftlichen Aquarellen, nicht allein aus der Schweiz, sondern vom Inn und der Salzach u. s. w. Ein schönes Motiv „Tag an der Elm“ gestaltete B. 1884 zu einem großen sonnigen Oelbilde. Eine originelle Landschaft mit der „Flucht nach Aegypten“ (1879 und 1883) staffirt, konnte als das ausgesprochene Programm aller Vorzüge dieses im fortwährenden Wechsel seiner Stoffe stets frisch und originell bleibenden Künstlers gelten, welcher schließlich noch an einem großen Genrestücke (Obstverkäuferin) arbeitete, dasselbe aber über zunehmender Kränklichkeit nicht mehr zur Vollendung brachte.

Vgl. Nagler-Meyer, Lexikon, 1885. III, 565. – Nr. 306 d. Allgemeinen Zeitung v. 4. November 1898. – Kunstvereinsbericht f. 1898, S. 71. – Bettelheim, Jahrbuch, 1899, S. 119.