ADB:Bernkopf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Bernkopf“ von Karl Bartsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 466, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bernkopf&oldid=- (Version vom 24. April 2019, 18:33 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Bernigeroth, Martin
Nächster>>>
Bernlef
Band 2 (1875), S. 466 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Bernkopf in der Wikipedia
GND-Nummer 102572852
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|2|466|466|Bernkopf|Karl Bartsch|ADB:Bernkopf}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=102572852}}    

Bernkopf, ein Volks- und Meistersänger, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts lebte und zeitweise im Dienste eines Herrn von Dalberg gestanden zu haben scheint. Vermuthlich war er aus Mainz, wenigstens zeigt er für die Mainzer Verhältnisse ein persönliches Interesse. Er besingt in einem Liede die Schlacht bei Bulgneville (1431) zwischen Herzog René von Provence und Graf Anton von Vaudemont, an welcher auch deutsche Hülfstruppen aus Baden und der Pfalz theilnahmen. Der Dichter war nicht selbst dabei, sondern hörte nur von dem Unglück seiner Landsleute sagen. In einem andern Liede, welches sich auf die Streitigkeiten zwischen Graf Michel von Wertheim und dem Bischof von Würzburg (1437) bezieht, gibt er dem mit letzterem verbündeten Erzbischof von Mainz den Rath, jenes Bündniß fahren zu lassen und mit dem Wertheimer Frieden zu schließen. Hier nennt sich der Dichter „Frauenzucht“, was nach den Angaben von Eberhard Windeck und Lorenz Fries ein von B. gebrauchter Beiname war.

v. Liliencron, Hist. Volkslieder I. 329. 357.