ADB:Bording, Jakob

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Bording, Jakob“ von Theodor Muther in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 158, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bording,_Jakob&oldid=- (Version vom 26. August 2019, 05:47 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Borel, Adam
Band 3 (1876), S. 158 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Jakob Bording (1547–1616) in der Wikipedia
GND-Nummer 120936259
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|3|158|158|Bording, Jakob|Theodor Muther|ADB:Bording, Jakob}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=120936259}}    

Bording: Jakob B. jun., Jurist, Sohn des gleichnamigen Mediciners, geb. 27. Jan. 1547 zu Hamburg, † 21. Febr. 1616. 1559 studirte er zu Kopenhagen, seit 1561 zu Rostock, dann zu Paris, Löwen, Heidelberg, wiederum Rostock und endlich Leipzig; 1574 ward er Licent. jurisp. und Professor des Lehnrechtes, später des canonischen Rechtes zu Rostock, 1579 Doctor, stand in großer Gunst bei dem Herzoge Ulrich von Mecklenburg, dem er auch als Rath und später (seit 1586) als Kanzler diente. 1582 begleitete er den Herzog auf den Reichstag nach Augsburg, später nach Dänemark zu einem Besuche bei König Friedrich II. 1589 legte B. seine Professur und andere Aemter nieder, zog sich nach Lübeck zurück, wurde dortselbst 1600 Bürgermeister, unternahm im Auftrage der Stadt mehrere Gesandtschaftsreisen, besonders nach Dänemark (1604 [zwei Mal] und 1610). – B. stand wegen seiner Gerechtigkeit und reiner Gesinnung, seiner Tüchtigkeit als Lehrer, Jurist und Staatsmann bei seinen Zeitgenossen in großem Ansehen. Die Universität Rostock und die mecklenburgische Gesetzgebung hat ihm viel zu verdanken. Als Schriftsteller ist er nicht aufgetreten, doch findet sich ein Responsum von ihm in Ernesti Cothmanni Resp. acad. (n. 22). Auch Briefe des Joh. Caselius an ihn sind gedruckt. Näheres bei Moller, Cimbria literata pp. 58. 59. Krabbe, Univ. Rostock S. 699 ff.