ADB:Claas, Alaert

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Claas, Alaert“ von Joseph Eduard Wessely in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 269, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Claas,_Alaert&oldid=- (Version vom 14. Oktober 2019, 06:11 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Civilis Julius
Nächster>>>
Claeissen, Antony
Band 4 (1876), S. 269 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Dezember 2009, suchen)
GND-Nummer 138638594
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|269|269|Claas, Alaert|Joseph Eduard Wessely|ADB:Claas, Alaert}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138638594}}    

Claas: Alaert C., auch Claaszon genannt, Kupferstecher des 16. Jahrhunderts, der seine Blätter mit einem aus A und C verbundenen Monogramm bezeichnete. Amsterdam soll seine Vaterstadt gewesen sein, nicht Utrecht, wie Bartsch, durch eine falsche Lesart verleitet, angenommen hatte. Geburts- und Sterbejahr sind unbekannt; seine Thätigkeit fällt in die Zeit zwischen 1520 und 1555, wie die datirten Blätter des Künstlers darthun. Nach 1560 scheint er nicht mehr gelebt zu haben. Neue Forschungen haben den Beweis geliefert, daß man das Monogramm weder auf den Maler Aertgen Classen aus Leyden noch auf Adrian Collaert von Amsterdam deuten darf. Ueber die Lebensverhältnisse des Künstlers wissen die Kunstannalen nichts zu erzählen. Das Werk des Künstlers ist sehr reich; Passavant vermehrte das Verzeichniß, welches Bartsch gegeben, bis auf 140, doch ist es damit noch immer nicht abgeschlossen. C. führte meistentheils kleine Blätter aus, weshalb er auch zu den deutschen Kleinmeistern gezählt wird. Seine Stichweise ist oft trocken, jedoch nicht ohne Zierlichkeit. Sein Hauptblatt ist die Trauer der Venezianer um ihren Feldherrn Gattamelata, wahrscheinlich nach einer Zeichnung von Mantegna. Viele seiner Blätter sind Copien nach Lucas von Leyden, Dürer, Aldegrever, H. S. Beham.

van Mander. Bartsch. Passavant. Nagler, Monogr.