ADB:Crusius, Christian

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Crusius, Christian“ von H. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 630, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Crusius,_Christian&oldid=- (Version vom 24. August 2019, 05:03 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Crusius, Balthasar
Band 4 (1876), S. 630 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Christian Crusius (Historiker) in der Wikipedia
GND-Nummer 117665606
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|630|630|Crusius, Christian|H.|ADB:Crusius, Christian}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117665606}}    

Crusius: Christian C., Philolog und Geschichtsforscher, geb. 1715 zu Wolbach im Voigtlande, † 7. Febr. 1767. Vorgebildet auf den Gymnasien zu Halle und Zeitz machte er seine Universitätsstudien in Leipzig, wo der gelehrte Mascov seine Neigung für ältere deutsche Geschichte weckte. Bald nach seinem Abgang von der Universität (1738) begab er sich auf Empfehlung des russischen Staatsraths Juncker nach St. Petersburg, wo er bei der historischen Classe der Akademie Beschäftigung fand und 1746 Nachfolger des berühmten Orientalisten und Geschichtsforschers Gott. Siegfr. Bayer als Professor der Eloquenz und Geschichte wurde. Mit seiner dortigen Stellung unzufrieden, wol nicht ohne eigene Schuld, kehrte er nach einigen Jahren nach Deutschland zurück und erhielt 1751 die Professur der Eloquenz an der Universität Wittenberg als Nachfolger des gelehrten Numismatikers Joh. Wilh. Berger. Aber auch hier gelang es ihm nicht, eine gedeihliche Thätigkeit zu entfalten; durch seine Neigung zur Trunksucht, die er von Petersburg heimgebracht, und durch seine zerrütteten häuslichen Verhältnisse verlor er zuletzt alle Achtung. Manches Gute enthalten seine zwei Hauptschriften: „Probabilia critica“, Lips. 1753 und „Opuscula ad historiam (besonders zur älteren deutschen Geschichte) et humanitatis litteras spectantia“, Altenburgi 1767, deren durch den Tod des Verfassers unterbrochene Herausgabe Chr. Ad. Klotz vollendet hat.

Klotz in der praefatio zu den Opuscula. Harles, Vitae philologorum IV, p. 32–57.
H.