ADB:Denaisius, Petrus

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Denaisius, Peter“ von Rochus von Liliencron in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 49, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Denaisius,_Petrus&oldid=- (Version vom 24. August 2019, 22:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Demmer, Heinrich
Nächster>>>
Dengler, Leopold
Band 5 (1877), S. 49 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2010, suchen)
GND-Nummer 100972365
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|5|49|49|Denaisius, Peter|Rochus von Liliencron|ADB:Denaisius, Petrus}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100972365}}    

Denaisius: Peter D., Jurist und Dichter, geb. 1. Mai 1560 (nicht 1561) zu Straßburg, wohin seine Eltern als politische Flüchtlinge aus Lothringen eingewandert waren; er ward am 24. Juli 1583 zu Basel Doctor der Rechte. Bald darauf ernannte ihn Johann Casimir, als Vormund des Kurfürsten Friedrich IV., zum pfälzischen Rath und verwendete ihn mehrfach zu Gesandtschaften nach Polen und an Königin Elisabeth von England. 1590 ward er Assessor des Reichskammergerichts zu Speier. Er starb 20. Sept. 1610 in Heidelberg. Seine juristischen Schriften („Jus camerale“, 1600, 1605 und öfter; „Dispp. de jure meri imperii s. de jurisdictione camerae Spirenses“, 1605) und seine „Dissert. de Idolo Hallensi“ 1605 (gegen des Lipsius „Diva Virgo Hallensis“) haben gegenwärtig keine Bedeutung mehr. Als Dichter erscheint er unter dem Heidelberger Kreis, den Zincgref in der Vorrede zu seiner Ausgabe der Gedichte des Opitz als dessen Vorläufer bezeichnet, indem sich bei ihnen zum ersten Mal eine Hinneigung Gelehrter zur Dichtung in deutscher Sprache zeigt. Auch Adam (s. u.) erhebt seine deutschen Gedichte, von denen uns jedoch nur ein von Zincgref a. a. O. mitgetheiltes Hochzeitgedicht erhalten ist (wieder abgedruckt in den Zürcher Streitschriften 3 St. 9, S. 7 ff.). Mehr volksthümlicher Art und im Fischart’schen Stil ist sein „Jesuiterlatein“, 1607, eine Antwort auf des (pseudon.) Hermann Joseman „Predicantenlatein“, 1607.

M. Adam, Vitae ICtorum 1620, p. 444 s.