ADB:Dietrich III. (Graf in Friesland)

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Artikel „Dietrich, Graf in Friesland“ von Pieter Lodewijk Muller in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 177, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dietrich_III._(Graf_in_Friesland)&oldid=- (Version vom 18. August 2019, 09:30 Uhr UTC)
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Dietrich, Graf in Friesland, genannt D. III. von Holland, des vorigen Enkel, folgte seinem Vater, dem Grafen Arnulf, obgleich noch nicht volljährig, 993 nach, und fing um 998 selbst zu regieren an. Er hatte sein während seiner Minderjährigkeit sehr verringertes Erbgut gegen viele Feinde zu vertheidigen, namentlich aber gegen die Friesen und die Lehnsmänner des Bisthums Utrecht, welche die Grafschaft Bodegraven am Rhein inne hatten. Er vertrieb den Grafen Dietrich Bavensohn, kam jedoch dadurch in Streit mit dem Bischof Adelbold (s. d.). Mehr aber noch als er um 1015 einen Zoll an der Maas, beim spätern Dordrecht aufstellte, wodurch er den Handel der rheinischen Städte arg beeinträchtigte und das Bisthum Utrecht, welchem diese damals noch großentheils aus Sümpfen bestehenden Länder und die Maasmündung bei Flartinga gehörten, vom Meer abschnitt. Es folgte der bekannte Rachezug und die Niederlage der rheinischen Bischöfe und des lothringer Herzogs, 1018, weiterhin der Vergleich mit Bischof Adelbold. Doch blieb D. im Besitz des Landes um Flartinga und Bodegraven, daher kann er mehr als einer als der erste Graf von Holland angesehen werden. Doch wird auch er nur Graf in Friesland genannt. 1024 war er mit auf dem Reichstage, welcher Konrad II. zum Kaiser erhob. Nachher machte er eine Wallfahrt nach Jerusalem. Er starb 27. Mai 1039. Ihm folgte sein Sohn