ADB:Dietrich VII.

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Artikel „Dietrich VII., Graf von Holland“ von Pieter Lodewijk Muller in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 178–179, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dietrich_VII.&oldid=2494341 (Version vom 11. Dezember 2017, 00:26 Uhr UTC)
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Dietrich VII., Graf von Holland, Enkel des vorigen und Sohn des Grafen Florens III., folgte diesem 1190 nach und suchte gleich die beim sogenannten Tractat von Hedensee, 1167, seinem Vater auferlegte Verpflichtung gegen Flandern abzuschütteln, doch ohne Erfolg. Nur der Zoll zu Geervliet an der Maas ward ihm vom Kaiser Heinrich VI. bestätigt und dadurch eine reiche Hülfsquelle gegeben. Bald gerieth er in heftigen Streit mit seinem jüngeren Bruder Wilhelm (s. d.), der sich mit Flandern und den Friesen gegen ihn verband. Mit Hülfe seiner streitbaren Gemahlin Adelheide von Cleve erwehrte er [179] sich seiner Feinde. Er selbst schlug die Vläminger aus Walcheren heraus, Adelheid seinen Bruder und die Friesen, 1195. Seine Herrschsucht gab ihm nicht lange Ruhe. Mit Geldern verbunden suchte er Utrecht in seine Abhängigkeit zu bringen, und im Kriege mit dessen Verbündeten, dem Herzoge von Lothringen-Brabant, mit dem er übrigens über Ostseeland wie mit Flandern über Westseeland im Streite lag, ward er 1202 bei Heusden überrascht und gefangen und so zu einem nachtheiligen Frieden gezwungen, welchen er nicht lange überlebte. Er starb 1203, seiner Tochter Ada ein vom Kriege ausgezehrtes Land und eine bestrittene Nachfolge hinterlassend.