ADB:Episcopius, Nicolaus der Ältere

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Artikel „Episcopius, Nikolaus“ von Adalbert Horawitz in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 155, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Episcopius,_Nicolaus_der_%C3%84ltere&oldid=- (Version vom 19. September 2019, 04:57 Uhr UTC)
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Episcopius: Nikolaus E., Buchdrucker, wurde 1501 zu Weißenburg im Elsaß geboren, † 1563 zu Basel, wo er bald mit Erasmus bekannt und vertraut wurde, der ihn schon um 1526 als juvenis mire candidus lobt (Epp. Leydner Ausgabe 938). Später heirathete er des Johannes Frobenius Tochter Justina, Erasmus gratulirt ihm in einem reizenden Briefe (1529 zu dieser Verbindung quod sacer ille matrimonii nexus tam aptum par hominum copulasset Epp. p. 1225). Er gab in Compagnie mit Hieronymus Frobenius und Heerwagen griechische und lateinische Classiker heraus, z. B. um 1529 die Kirchenväter, die sich durch ihre Ausstattung und Correctheit auszeichneten. Mit Erasmus trat er in immer nähere Verbindung und wurde auch zu seinem Testamentsexecutor ernannt, wie er ihn und dessen Frau auch in seinem Testamente bedachte. 1563 starb E. an der Schwindsucht und wurde zu St. Peter begraben. Er hinterließ drei Söhne und sieben Töchter. – Nikolaus, „der Sohn“, so zum Unterschiede von seinem gleichnamigen Vater genannt, wurde 1531 geboren, hatte in dem durch Rhenanus und Froben wohlbekannten Hause „Zum Sessel“ im Todtengäßlein eine eigene Officin eröffnet, die er vom Jahre 1553–1565 selbständig leitete, 1565–1566 war er Compagnon seines Bruders Eusebius, 1566 starb er an der Pest, wurde zu St. Peter begraben und hinterließ einen Sohn Nikolaus, der als Staatsmann sich auszeichnete, und drei Töchter. Seine Drucke behandelt Reber l. c. S. 125 ff. – Sein Bruder Eusebius, geb. 1540, † 1599, war zuerst Corrector in der Heerwagen’schen Officin, trat dann 1565 in Compagnie mit seinem Bruder Nikolaus, kaufte endlich die Heerwagen’sche Druckerei, in der er auch griechische Autoren, wie den Demosthenes 1572, Aristoteles’ Politik 1582 herausgab. Er hinterließ 11 Kinder.

Vgl. Stockmeyer und Reber, Basler Buchdruckergeschichte S. 118 ff.