ADB:Faistenberger, Simon Benedikt

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Artikel „Faistenberger, Simon Benedict“ von Eduard Leisching in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 49 (1904), S. 224–225, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Faistenberger,_Simon_Benedikt&oldid=- (Version vom 28. Juli 2021, 13:40 Uhr UTC)
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Faistenberger **): Simon Benedict F., Freskomaler, geboren 1695 in Kitzbichl in Tirol als Sohn des Bildhauers Ignaz F., lernte bei Johann Michael Rottmayr (1652–1734), einem der Begründer der großen österreichischen Schule von Freskomalern, der mit Strudel, dem Stifter der Wiener Akademie, von Carlo Lotto (Karl Loth) in Venedig ausgebildet worden war. Rottmayr, seit 1700 in Wien, schuf hier für die Peterskirche und Karlskirche, sodann für die Hietzinger Pfarrkirche und später für Schönbrunn, dann auch für das Stift Heiligenkreuz Altar- und Freskogemälde, welche grundlegend und richtungweisend für alle seine Schüler, auch F., wurden; reiche Composition, gehäufte Figurenmassen in großzügiger Anordnung, Verkürzung und Perspective zeichnen alle die Werke dieser weitverbreiteten Schule aus, welche einen großen Theil der barocken Monumentalmalereien Oesterreichs mit geschaffen hat; eigene, höhere, jedoch verwandte Ziele steckten sich die Zeitgenossen Martino Altomonte (Hohenberg: 1657–1745) und vor allem Daniel Grau (1694–1757). Neben F. wirkten Johann Grasmayr, Johann Holzer, Günther, Schor, Mühldorfer, Unterberger, Paul Zeiler, Anton Zaller. F. wandte sich nach Absolvirung der Schule Rottmayr’s wieder nach Kitzbichl und dann nach Rattenberg. Berühmte Fresken von F. enthält der Dom in Passau, weitere befinden sich in der Pfarrkirche zu Rattenberg, in St. Ulrich, in Pillensee, in St. Johann, Kirchdorf, Elmau, Reit, Kirchberg, Brünn (alte Kirche), Oberndorf, Jochberg, [225] in unserer lieben Frau-Capelle und in der Michaels-Capelle in Kitzbichl und in Stuhlfelden.


[224] **) Zu Bd. XLVIII, S. 485.