ADB:Grasmair, Johann Georg Dominikus

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Artikel „Grasmayr, Johann Georg Daniel“ von Wilhelm Schmidt (Kunsthistoriker) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 588, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Grasmair,_Johann_Georg_Dominikus&oldid=- (Version vom 20. Juni 2019, 05:44 Uhr UTC)
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Grasmayr: Johann Georg Daniel G., Maler, Sohn eines Glockengießers, geb. 1690 zu Brixen, erhielt seinen ersten Unterricht bei Joseph Alberti in Fleims, studirte dann zu Venedig unter Karl Loth und zu Rom unter Trevisani. Er verweilte sieben Jahre in Italien. Sodann ging er nach Deutschland und Lothringen, hielt sich als Hofmaler in Mannheim auf, malte im Schlosse des Fürsten Fürstenberg zu Donaueschingen, ließ sich aber endlich 1724 zu Wiltau nieder, wo er 1751 starb. G. war ein fruchtbarer Maler, Altarblätter, historische Staffeleigemälde und Landschaften gingen aus seinem Pinsel hervor; man tadelt an ihm das brandige Colorit, das er von seinem ersten Lehrer Alberti beibehalten hatte, lobt aber seine Zeichnung und Composition. In Tirol sind viele seiner Schöpfungen. Joseph Sperges Freiherr von Palenz, kaiserlicher Hofrath und Beförderer der schönen Künste, setzte seinem Lehrer G. in der Kirche zu Wiltau ein Denkmal, worauf des Künstlers Bildniß von Franz Zauner in Marmor aufgestellt ist.

Anton G., sein Bruder, geb. zu Brixen, lernte bei Fink in Klausen und Trevisani in Rom und starb in Augsburg. Er malte in der Weise seines Bruders und gab sich auch mit Kupferstechen ab.

S. Tirolisches Künstlerlexikon, Innsbruck 1830.