ADB:Gralath, Daniel der Jüngere

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Artikel „Gralath, Daniel der Jüngere“ von Theodor Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 575, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gralath,_Daniel_der_J%C3%BCngere&oldid=- (Version vom 15. Dezember 2019, 20:55 Uhr UTC)
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Gralath: Dr. Daniel G., geb. in Danzig am 8. Juni 1739, gest. ebendaselbst am 10. August 1809. Er gehörte einer patricischen Familie an, deren Mitglieder im 18. Jahrhundert meistens im Besitz obrigkeitlicher Aemter daneben wissenschaftliche Interessen mit Vorliebe pflegten, wie denn sein Großvater, der Secretär Jacob Theodor Klein († 1760) mit guten Leistungen auf naturwissenschaftlichem Gebiete hervortrat, sein Vater, der Bürgermeister Daniel G. (geb. 1708, † 1767) in historischen Arbeiten sich versuchte. Trotz seines gebrechlichen Körpers hat er, nachdem er in Königsberg, wo er studirte, 1763 zum Doctor der Rechte promovirt war, seit 1764 an dem akademischen Gymnasium in Danzig 45 Jahre als Professor des Rechts gewirkt und daneben seit 1799 das Rectorat jener Anstalt verwaltet. Neben mehreren Aufsätzen in den Schlözer’schen Staatsanzeigen der achtziger Jahre, in welchen er die Rechte seiner Vaterstadt gegen die damaligen Ansprüche der preußischen Regierung vertheidigte und einer großen Zahl juridischer Abhandlungen sowie einiger Gelegenheitsschriften („Ehrengedächtniß des Generalmajors v. Eggers“, Danzig 1773 und „Progr. in obitum Magistri G. Wernsdorff“, 1774) verfaßte er eine Geschichte seiner Vaterstadt, die er unter dem Namen: „Versuch einer Geschichte Danzigs“, in 3 Bänden bis zum Jahre 1752 hinabreichend, 1789–1791 herausgab, eine in Betracht der mangelhaften Vorarbeiten, die ihm zu Gebote standen, schätzbare Leistung, die bis jetzt noch durch keine bessere ersetzt ist. G. starb wenige Monate, nachdem er (21. Febr. 1809) sein Amt niedergelegt hatte.