ADB:Haase, Gottlieb

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Artikel „Haase, Gottlieb“ von Ernst Kelchner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 266, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Haase,_Gottlieb&oldid=- (Version vom 19. August 2019, 23:14 Uhr UTC)
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Haase: Gottlieb H., Buchdrucker und Buchhändler in Prag, geboren in Halberstadt 1765, gestorben 1824. Nachdem er das Buchdruckergeschäft erlernt hatte, arbeitete er in verschiedenen Geschäften und Orten und errichtete dann in Prag eine kleine Buchdruckerei. Als er im J. 1800 die Tochter des Buchhändlers Widtmann heirathete, wurde er dadurch in den Stand gesetzt, eine Druckerei mit zwei Pressen zu kaufen. Durch Fleiß und Umsicht verstand er es, sein Geschäft immer mehr zu vergrößern, so daß bald statt zwei Pressen achtzehn in seinem Geschäft arbeiteten. Nach und nach verband er mit der Buchdruckerei auch eine Papierhandlung, eine Steindruckerei und eine Schriftgießerei, so daß nach seinem Tode seine beiden Söhne Ludwig (geb. 1801) und Andreas (geb. 1804) ein blühendes Geschäft übernehmen konnten. Seit dem J. 1831 vereinigten sich noch zwei weitere Brüder Gottlieb (geb. 1809) und Rudolph (geb. 1811) mit den vorhergenannten und führten das ganze Geschäft unter der Firma „Gottlieb Haase Söhne“ fort. Der jüngere Gottlieb hatte den Buchhandel bei Krause erlernt, dagegen hatte Rudolph die Rechte studirt. Das Geschäft gehört zu den bedeutendsten des österreichischen Kaiserstaates und zerfällt in fünf Abtheilungen, nämlich: Die Buchdruckerei, die Schrift- und Stereotypgießerei, die Verlags- und Sortimentshandlung, die Maschinen-Papierfabrik im Dorfe Wran und die Papierhandlung; außerdem besitzt es Commanditen zu Wien, Linz, Lemberg und beschäftigt jetzt an 700 Personen. Am 1. Januar 1872 wurde die Firma in eine Actiengesellschaft „Bohemia“ verwandelt.

Vgl. Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 6 S. 110. Oesterreichische National-Encyklopädie von Czikann und Gräffer, Bd. II. S. 459 und Bd. VI. (Suppl.) S. 468, etc.