ADB:Hallberger, Ludwig Wilhelm Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hallberger, Louis Wilh. Friedr.“ von Ernst Kelchner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 418, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hallberger,_Ludwig_Wilhelm_Friedrich&oldid=- (Version vom 14. Oktober 2019, 01:27 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 10 (1879), S. 418 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Ludwig Hallberger in der Wikipedia
GND-Nummer 118545132
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|10|418|418|Hallberger, Louis Wilh. Friedr.|Ernst Kelchner|ADB:Hallberger, Ludwig Wilhelm Friedrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118545132}}    

Hallberger: Louis Wilh. Friedr. H., Buchhändler, 1796 in Plochingen geboren, war der Gründer der Hallberger’schen Verlagsbuchhandlung, welche Firma vor nicht langer Zeit erloschen ist. Sein Vater war Kaufmann und wurde der Sohn demgemäß auch diesem Stande bestimmt. Nachdem er seine Lehrzeit in Stuttgart bestanden, kehrte er nach einigen Wanderjahren, die ihn in der Welt ziemlich herumbrachten, nach Stuttgart zurück, wo er Theilhaber des Geschäfts wurde, in dem er seine Lehrzeit bestanden hatte. Er heirathete die Tochter seines früheren Lehrherrn, welche er schon nach einer vierjährigen Ehe wieder verlor, nachdem sie ihm drei Söhne geboren hatte. Bald nach dem Tode seiner Frau trat er aus dem schwiegerelterlichen Geschäfte aus, um dann im J. 1830 durch Kauf die Franckh’sche Buchhandlung zu erwerben, wodurch er zum Buchhandel überging. Um sich in die neue Geschäftsbranche einzugewöhnen, trat er bei seinem Freunde, dem Buchhändler Paul Neff in Stuttgart, gleichsam nochmals in die Lehre, indem er zwei Jahre in dessen Geschäft arbeitete. Er brachte seine neue Handlung sehr bald zu großem Ansehen, denn schon in den dreißiger und vierziger Jahren zählte die Hallberger’sche Verlagsbuchhandlung zu den bedeutendsten in Deutschland. Wenn auch der Verlagswerke an Zahl nicht viel waren, so waren sie doch von großem inneren Werthe. Es finden sich sehr viele bedeutende Namen, wie z. B. C. Spindler, C. J. Weber, Fürst Pückler, Prokesch-Osten, v. Gentz, Laube, Menzel, Rotteck etc. in seinem Verlag. Bekannter aber auf dem Büchermarkt, als er selbst, ist der Name seines Sohnes Eduard H.[1] geworden, dessen Geschäft 1848 gegründet, jetzt zu den angesehensten Verlagshandlungen in Deutschland zu rechnen ist. Sein jüngster Sohn, Karl H., trat ebenfalls in das Geschäft seines Bruders ein und förderte nicht unwesentlich dessen Unternehmungen. Der Vater erlebte noch die Freude, seinen Namen dergestalt aufs Neue in der Buchhändlerwelt erblühen und immer mehr an Achtung und Ansehen wachsen zu sehen. Er starb am 9. Juni 1879.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 418. Z. 11 v. u.: Der Geh. Commerzienrath Ed. v. Hallberger starb in seinem 59. Jahre auf seinem bekannten Landsitz in Tutzing am Starnberger See am 29. August 1880. [Bd. 12, S. 795]