ADB:Jenichen, Balthasar

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Jenichen, Balthasar“ von Wilhelm Schmidt (Kunsthistoriker) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 766, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Jenichen,_Balthasar&oldid=- (Version vom 20. November 2019, 06:58 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Jenatsch, Jürg
Band 13 (1881), S. 766 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Balthasar Jenichen in der Wikipedia
GND-Nummer 122802101
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|13|766|766|Jenichen, Balthasar|Wilhelm Schmidt (Kunsthistoriker)|ADB:Jenichen, Balthasar}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=122802101}}    

Jenichen: Balthasar J., Zeichner, Kupferstecher und Kupferdrucker zu Nürnberg um 1560–1590. Andresen glaubt, daß er aus der Schule des Virgil Solis, dessen Bildniß er gestochen, hervorgegangen sei. Im Jahr 1587 war er noch am Leben, da er damals dem Nürnberger Rathe eine Quittung für Druckerarbeiten ausstellte; vor 1621 jedoch muß er gestorben sein, da der Senator Paul Behaim von Jenichen’s Wittwe kaufte „allerlei gestochene Kupfer (d. h. Kupferplatten), haben gewogen 1 Ctr. 20 Pfd. umb 50 Fl. kumbt das Pfundt umb 25 kr.“ Höchst wahrscheinlich war er schon geraume Zeit todt, da kein Datum auf seinen Blättern über 1580 hinausgeht, oder er müßte zuletzt dem Stechen so ziemlich entsagt und bloß seine Kupferdruckerei noch gepflegt haben. Jenichen’s Kupfer sind theils gestochen, theils radirt; es sind zumeist Copien oder doch mehr oder weniger freie Entlehnungen. Als Künstler war er überaus schwach, nur durch kulturhistorische Beziehungen kann er hie und da ein Interesse erwecken. Andresen beschreibt in seinem deutschen Peintre-Graveur Bd. 2, 291 Nummern, worunter 77 Porträts, die jedoch nicht nach der Natur aufgenommen sind.