ADB:Klitzing, Johann Kaspar von

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Artikel „Klitzing, Joh. Kaspar von“ von Siegfried Isaacsohn in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 200, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Klitzing,_Johann_Kaspar_von&oldid=- (Version vom 15. Juli 2019, 18:31 Uhr UTC)
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Klitzing: Joh. Kaspar v. K., ein Brandenburger von Geburt, war während des 30jährigen Krieges in sächsischen Diensten zur Würde eines Generals emporgestiegen. Als Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg sich im Frühling 1637 auf den Rath seines Ministers Adam Schwartzenberg entschloß, im Bunde mit Kaiser Ferdinand II. gegen Schweden Krieg zu führen, berief er K. an die Spitze des kleinen von ihm gebildeten Heeres, das aus 6 Regimentern zu Fuß und 7 Escadrons Reiterei bestand. K. selbst hatte ein Patent zur Werbung von 2000 Mann zu Fuß und 600 Dragonern erhalten, brachte dieselben jedoch nur sehr unvollständig zusammen, was von seinen Gegnern seiner übergroßen Genauigkeit und seinem Mangel an Disciplin Schuld gegeben wurde. Auch als Heerführer erntete K. keine Lorbeeren. Es kam freilich 1638 zu keinem bedeutenden Treffen. Doch war der Erfolg der sechszehnmonatlichen Thätigkeit Klitzing’s der, daß das kleine eben gebildete Heer aus Mangel an Sold und Subsistenzmitteln sich halb auflöste, ehe es zu irgend welchen Ergebnissen kam. Dies sowie die Gegnerschaft Schwartzenberg’s brachten K. schon im November 1638 zu Fall. Er erhielt seine Entlassung als Oberbefehlshaber. Sein Fall wurde dadurch einigermaßen gemildert, daß man ihm das Gouvernement der Festung Peitz und die Hauptmannschaft von Kottbus übertrug, K. indeß fühlte sich von dem schlecht verhüllten Zorn und Widerwillen seines Kriegsherrn dennoch so getroffen, daß er es vorzog, 1639, mit dem Herzog von Braunschweig–Lüneburg in Verbindung und bald auch in dessen Dienste überzutreten. Schon fünf Jahre später, 1644, ereilte ihn der Tod. Er fand seine Ruhestätte im Dome zu Berlin.

v. Mörner, Brandenburgische Kriegsobersten des 17. Jahrhunderts, S. 229. v. Courbière, Geschichte der brandenb.-preußischen Heeresverfassung 40, 41.