ADB:Klitsche, Theodor Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Klitsche, Theodor Friedrich“ von Johann Friedrich von Schulte in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 199–200, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Klitsche,_Theodor_Friedrich&oldid=- (Version vom 22. September 2019, 12:59 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 16 (1882), S. 199–200 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Theodor Friedrich Klitsche de la Grange in der Wikipedia
GND-Nummer 100178235
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|16|199|200|Klitsche, Theodor Friedrich|Johann Friedrich von Schulte|ADB:Klitsche, Theodor Friedrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100178235}}    

Klitsche: Theodor Friedrich K., geb. zu Magdeburg 1799 als natürlicher Sohn des Prinzen Ludwig Ferdinand von Preußen und der katholischen Gräfin Marie Adelheid de la Grange, machte den Feldzug von 1815 mit und wurde bei Ligny verwundet, trat 1822 zur katholischen Kirche über, in Folge dessen er die vom Könige Friedrich Wilhelm III. gewährte Unterstützung verlor. Er trat in den Dienst des katholisch gewordenen Herzogs Ferdinand von Anhalt-Köthen, war dessen Geschäftsträger in Rom 1826–1830, wurde dann Hauptmann im päpstlichen Generalstab, lebte seit 1855 in Caserta bei Neapel, war 1860 Oberst und Brigadier bei König Franz II. von Neapel und lebte zuletzt in Rom, wo er am 26. August 1868 starb. Er veröffentlichte außer einer Uebersetzung von Pallavicini’s Geschichte des Concils von Trient (Augsb. 1835, 8 Bde.): „Geschichte des Cölibats der katholischen Geistlichen von den Zeiten der Apostel bis zum Tode Gregor’s VII.“, Augsb. 1830. Gerichtet gegen die damaligen Angriffe sammelt die Schrift die in der zahlreichen Litteratur vorliegenden geschichtlichen Daten und sucht den Cölibat nicht blos als möglich und zweckmäßig, sondern als dogmatisch nothwendig hinzustellen, wobei K. zu dem [200] wichtigen, aber für den Curialisten sonderbaren Geständnisse kommt, daß der Cölibat „den Glanz und eine der vorzüglichsten Stützen der Hierarchie bildet“.

Rosenthal, Convertitenbilder, I. 1. S. 405.