ADB:Lentilius, Rosinus

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Artikel „Lentilius, Rosinus“ von Wilhelm Heß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 262, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lentilius,_Rosinus&oldid=2501152 (Version vom 19. Oktober 2017, 05:37 Uhr UTC)
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Lentilius: Rosinus L., Sohn des hohenlohischen Kanzleidirectors David Samuel L., wurde am 3. Juni 1657 zu Waldenburg in der Grafschaft Hohenlohe geboren. Er besuchte die Schule zu Anspach und bezog in einem Alter von 14 Jahren die Universität Heidelberg, welche er 1673 mit Jena vertauschte. Nach dem Tode seines Vaters zwang ihn jedoch schon im folgenden Jahre gänzliche Mittellosigkeit seine Studien zu unterbrechen. Nach langem Suchen fand er endlich eine Stelle als Hauslehrer bei einem Prediger in Mitau in Kurland. Hier fing er an zu prakticiren und erlangte bald einen solchen Ruf, daß ihn der Markgraf von Anspach als Arzt nach Greilsheim[1] berief, welchem Rufe er, nachdem er 1680 zu Altdorf sein Examen bestanden hatte, Folge leistete. 1685 wurde L. Stadtphysikus in Nördlingen. 1698 begab er sich nach Stuttgart, wo er zunächst Leibmedikus des Markgrafen von Baden-Durlach, dann Physikus mit dem Titel eines herzoglich württembergischen Leibmedikus wurde. 1711 wurde er herzoglicher Rath, begleitete den Erbprinzen auf seinen Reisen nach Italien, den Niederlanden, Spanien und Frankreich und starb zu Stuttgart am 12. Februar 1733. Außer zahlreichen medicinischen Schriften veröffentlichte er verschiedene naturwissenschaftliche Abhandlungen in den Schriften der Acad. natur. Curios., deren Mitglied er seit 1683 war: „De serpentum corona“, 1696; „Bufo ex dorso pariens“, 1715; „Ranarum in Pisces curiosa metamorphosis“, 1715.

Kestner, Med. Gel.-Lex. – Jöcher.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 262. Z. 17 v. u. l.: Crailsheim. [Bd. 45, S. 668]