ADB:Ludovici, Gottfried

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Ludovici, Gottfried“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 19 (1884), S. 396, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ludovici,_Gottfried&oldid=- (Version vom 22. September 2019, 18:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Ludovici, Christian
Nächster>>>
Ludovici, Michael
Band 19 (1884), S. 396 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Gottfried Ludovici in der Wikipedia
GND-Nummer 100171796
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|19|396|396|Ludovici, Gottfried|l. u.|ADB:Ludovici, Gottfried}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100171796}}    

Ludovici: Gottfried L., Schulmann und Hymnolog, war am 26. Oct. 1670 zu Baruth, einem Dorfe in der Oberlausitz, geboren und starb im 54. Lebensjahre am 21. April 1724 zu Coburg. Vom J. 1683 an besuchte er das Gymnasium zu Bautzen, studirte dann von 1689 an zu Leipzig, wurde 1691 Magister, hielt einige Vorlesungen und ward 1694 ebenda Conrector der Nicolaischule. Im J. 1696 ward er Rector des Hennebergischen Gymnasiums zu Schleusingen, eingeführt am 9. Juni 1696, und endlich ward er am 1. Dec. 1713 zum Director und Professor der Theologie am Gymnasium Casimirianum nach Coburg berufen. Im J. 1714 ward er von Altdorf zum Doctor der Theologie ernannt. – L. hat sich namentlich in Schleusingen als ein tüchtiger Schulmann bewährt; er gehört sodann zu den ersten, welche eine Geschichte der Dichter geistlicher Lieder schrieben; er gab eine Hennebergische und später eine Coburgische Liederhistorie heraus; außerdem schrieb er auch eine „Teutsche Poesie dieser Zeit“, ein Werk, das nach seinem Tode neu aufgelegt ward. Er hat auch drei geistliche Lieder selbst gedichtet, unter welchen das Lied: „Mein treuer Jesus steht mir bei im Leben und im Sterben“ ins Schleusinger Gesangbuch vom J. 1708 aufgenommen ward.

Wetzel, Hymnopoeographia II, S. 103 ff.; Analecta II, S. 569 ff.; Richter, Allg. biogr. Lexikon, S. 210; Koch, Geschichte des Kirchenlieds etc., 3. Aufl., Bd. 5, S. 506 ff.; Fischer, Kirchenliederlexikon, 2. Hälfte, S. 84 und 455.