ADB:Möckhel, Johann Friedrich

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Artikel „Möckhel, Johann Friedrich“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 22 (1885), S. 44, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:M%C3%B6ckhel,_Johann_Friedrich&oldid=- (Version vom 15. September 2019, 15:02 Uhr UTC)
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Möckhel: Johann Friedrich M., auch mitunter Möckel genannt, wurde als Sohn eines Goldschmieds am 16. Januar (Rotermund gibt wol irrthümlich an: Juli) 1661 zu Culmbach geboren. Sein Vater wollte ihn auch Goldschmied werden lassen; aber seine Mutter, die in erster Ehe mit dem Pfarrer Wolfgang Frobenius in Thurnau verheirathet gewesen war, wußte ihm die Erlaubniß, Theologie zu studiren, zu verschaffen. Im J. 1681 bezog er die Universität Jena; nachdem er vom Jahre 1684 an zunächst an einigen anderen Orten im Amte gestanden hatte, wurde er im J. 1693 Pfarrer zu Steppach und Limbach in der Inspection Neustadt an der Aisch. Hier starb er am 19. April 1729. Außer einigen asketischen Schriften und vielen Gelegenheitsgedichten sind von ihm auch eine Anzahl geistlicher Lieder bekannt geworden, unter welchen das Lied „Nun sich die Nacht geendet hat, die Finsterniß zertheilet“, welches er nach seiner eignen Angabe im J. 1691 verfertigt hat, eine ziemliche Verbreitung gefunden hat. Es ist auch im zweiten Theile des Freylinghausen’schen Gesangbuches abgedruckt. M. dachte auch schon daran ein vollständiges Liederlexikon (d. h. ein übersichtliches Verzeichniß sämmtlicher Kirchenlieder) nebst einer kurzen Lebensbeschreibung der Dichter herauszugeben, konnte aber keinen Verleger finden.

Wetzel, Hymnopoeographia, IV, S. 353–359. Rotermund zum Jöcher IV, Sp. 1838. Heerwagen, Literaturgeschichte I, S. 159 f. Richter S. 239. Koch, Geschichte des Kirchenlieds u. s. f., 3. Aufl., V, S. 523, Anm.