ADB:Müller, Michael

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Müller, Michael“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 22 (1885), S. 653, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:M%C3%BCller,_Michael&oldid=- (Version vom 16. September 2019, 01:39 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Müller, Michel
Nächster>>>
Müller, Moritz
Band 22 (1885), S. 653 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand März 2013, suchen)
GND-Nummer 104162333
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|22|653|653|Müller, Michael|l. u.|ADB:Müller, Michael}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=104162333}}    

Müller: Michael M. ward im J. 1673 zu Blankenburg am Harz geboren und studirte in Halle unter Franke und Breithaupt Theologie. Von früh auf kränklich, bekam er im J. 1697 Blutstürze und war seitdem in steter Lebensgefahr. Doch konnte er nach einigen Jahren eine Stelle als Hauslehrer auf Schloß Schaubeck in Württemberg annehmen. Hier starb er am 13. März 1704. In seiner Krankheit bearbeitete er die Psalmen zu Liedern nach bekannten Choralmelodien und verfaßte auch eigene geistliche Lieder. Es erschienen von ihm „Die Psalmen Davids“, Stuttgart 1700, mit einem Anhang eigner Lieder: „Aufmunternder Neujahrszuruf an die Braut“, und nach seinem Tode: „Geistliche Erquickstunden, auf Kosten guter Freunde gedruckt“, 1706. Eine größere Anzahl seiner Lieder, meist aus seinen Psalmenliedern, nahm Freylinghausen in seine Gesangbücher auf; aus diesen haben dann viele auch eine weitere Verbreitung gefunden. Manche von ihnen zeichnen sich durch Einfachheit und Glaubensinnigkeit aus und verdienen, nicht vergessen zu werden.

Wetzel, Hymnopoeographia, IV, S. 360 f. – Koch, Gesch. des Kirchenliedes u. s. f., 3. Aufl., IV, S. 405 ff. (Die bibliographischen Angaben bei Koch sind falsch; sie stammen aus Kirchner S. 33.) – Bode, Quellennachweis, S. 117. – Fischer, Kirchenliederlexicon, 1. Hälfte, S. 54h; vgl. 2. Hälfte, S. 458 a.