ADB:Pauli, Karl Friedrich

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Artikel „Pauli, Karl Friedrich“ von Nicht angegeben in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 790, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pauli,_Karl_Friedrich&oldid=- (Version vom 25. Juni 2019, 11:41 Uhr UTC)
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Pauli *): Karl Friedrich P., geboren zu Saalfeld in Preußen am 4. September 1723, † am 9. Februar 1778. Er studirte seit 1740 zu Königsberg und seit 1742 zu Halle die Rechte und erwarb hier 1747 den Grad des Doctors der Rechte und Magisters der Philosophie (Dissertation: „de jure principis circa res nullius in genere et in specie regis Borussorum circa res nullius in Borussia“). 1751 wurde er außerordentlicher Professor des Staatsrechts und der Geschichte in Halle, 1765 ordentlicher Professor der Philosophie und Geschichte. – Außer einer Anzahl von Dissertationen und kleineren Arbeiten publicistischen, geschichtlichen, militärgeschichtlichen und biographischen Inhalts schrieb er: „Leben großer Helden des gegenwärtigen Krieges“, 9 Theile 1758 bis 1764, und vor allem seine „Allgemeine Preußische Staatsgeschichte, sammt aller dazu gehörigen Königreichs, Churfürstenthums, Herzogthümer, Fürstenthümer, Graf- und Herrschaften, aus bewährten Schriftstellern und Urkunden bis auf gegenwärtige Regierung.“ 8 Bände, gr. 4°, 1760–69. Trotz aller Mängel, welche diesen Werken schon zur Zeit ihres Erscheinens zum Vorwurf gemacht wurden, der Breite, der geschmacklosen Darstellung, der Unselbständigkeit der Forschung, des parentationsmäßigen Tones der Biographien u. s. w., erscheint doch P. in ihnen als einer der tüchtigsten Vertreter des Aufschwunges, den in der Epoche Friedrichs des Großen unter dem Eindruck großer Thaten und Entwicklungen die preußische Geschichtschreibung nahm. Der „Preußischen Staatsgeschichte“ darf man, wie Wegele (Gesch. d. D. Historiographie, S. 944) bemerkt, doch nachrühmen, daß sie bei dem Versuch, ein ausführliches Bild der Entwicklung des preußisch-brandenburgischen Staates zu zeichnen, von einem selbständigen Gedanken ausgeht. Die Biographien der Fridericianischen Generäle sind auch heute noch nicht ganz werthlos.

Weidlich, Succession derer Rechtsgel. auf der Universität zu Halle. S. 50 f. – S. L. G. Lehmann’s Trauerrede nebst Leben. Halle 1780. – Lemgoer Bibl. Bd. 13, 697. – Meusel, Lexikon.

*) Zu S. 262.