ADB:Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand Baron von

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Artikel „Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand, Baron von“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 306, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pechlin,_Friedrich_Christian_Ferdinand_Baron_von&oldid=- (Version vom 21. Oktober 2019, 15:35 Uhr UTC)
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Pechlin: Friedrich Christian Ferdinand, Baron v. P., Diplomat und Dichter. Er war geboren in Norburg auf der schleswigschen Insel Alsen, wo sein Vater Kammerherr N.O. Baron v. P. damals Amtmann war, am 22. Januar 1789, widmete sich dem Studium der Rechtswissenschaft und bestand das juristische Amtsexamen 1811 mit Auszeichnung. 1813 ward er Auscultant in der schleswig-holsteinischen Kanzlei in Kopenhagen. Darauf trat er 1815 in die diplomatische Laufbahn ein als Legationssecretär bei der Gesandtschaft in Frankfurt a. M. Gegen Ende des Jahres 1823 ward er Deputirter in der schlesw.-holstein. Kanzlei. Doch dauerte dies nur bis 1825, da er wieder zur Diplomatie und nach Frankfurt zurückkehrte als Bundestagsgesandter für Holstein. Während dieser Zeit ward er schon 1825 königlicher Kammerherr, 1826 Commandeur vom Danebrog, 1828 auch Danebrogsmann, 1834 Großkreuz von Danebrog, 1841 Geheimer Conferenzrath und Excellenz. Auch seitens der Bundesfürsten wurden ihm mancherlei Auszeichnungen zu Theil. Im J. 1848 ward seine Stellung in Frankfurt unhaltbar. Nachdem er eine Zeit lang ohne Function gewesen, ward er 1852 zum Gouverneur und Landdrost des Herzogthums Lauenburg ernannt. 1856 ward er, auf sein Ansuchen, aus diesem Dienst mit Pension entlassen und trat in den Ruhestand, in dem er noch bis 1865 gelebt hat. Als Dichter machte sich P. zuerst bekannt durch seine Uebersetzung von Thomas Moore’s Lalla Rookh 1830. Dann folgten Sammlungen seiner lyrischen Gedichte, 1840, 1842, 1852. Eigenthümlich ist sein Versuch, die Weltgeschichte in Versen wiederzugeben[WS 1]: „Nachklänge der alten Geschichte, wiederhallend bis in die Neuzeit“, 1844, 2. Aufl. 1856. Er theilt die Weltgeschichte in 9 Perioden, besingt die Begebenheiten jeder Periode und schließt die neueste Zeit mit dieser Reflexion:

Wer sich ans Ewige nicht hält,
Der muß verzweifeln an der Welt,
Denn nimmer, nimmer wird er lösen
Das große Räthsel von dem Bösen,
Von seinem Fluch und seinen Ketten
Kann ein Erlöser nur erretten.
Wird neu er aus den Weh’n geboren
Der Zeiten, die auch ihn verloren,
Dann ist das Leben aus den Banden
Des Todes, Tag aus Nacht erstanden.

Dieser Versuch ist trotz seiner 2 Auflagen nicht gerade als gelungen zu betrachten!

Alberti, Schriftstellerlexikon. – Brümmer, Dichterlexikon.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: wieder-/wiederzugeben