ADB:Pfündel, Tobias

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Pfündel, Tobias“ von Johannes Bolte in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 716, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pf%C3%BCndel,_Tobias&oldid=- (Version vom 20. Juli 2019, 05:44 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 25 (1887), S. 716 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Dezember 2009, suchen)
GND-Nummer 128862491
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|25|716|716|Pfündel, Tobias|Johannes Bolte|ADB:Pfündel, Tobias}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=128862491}}    

Pfündel: Tobias P. aus Plauen gab als Organist zu Weyda im Voigtlande eine gegen die calvinistische Abendmahlslehre gerichtete Streitschrift in dramatischer Form heraus: „Ein Dialogus Oder Gesprech, darinnen der Zustand der Christlichen Kirchen angedeutet wird, Comoedien weiß gar kürtzlich beschrieben“. Jena 1602. 4°. Derb, aber nicht ungeschickt, schildert er, wie zwei von dem wiedererstandenen Luther und einem Magister unterwiesene Bauern ihrem calvinistischen Pfarrer mit Gründen und dann mit Schlägen zu Leibe gehen und ihn vertreiben. Wahrscheinlich ist er der Sohn des Schulmeisters Martin P., der 1566 in Wittenberg studirte, 1600 in Plauen eine Komödie „aus der Grammatik“ (von J. Gillhausen?) aufführte und 1612 eine „Oratio de Luscinia“ herausgab.

Vgl. Zeitschrift f. deutsche Philologie XX, 82. – Jöcher III, 1500. – Rotermund VI, 37.