ADB:Philipp (Graf von Nassau-Dillenburg)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Philipp, Graf von Nassau“ von Pieter Lodewijk Muller in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 26 (1888), S. 14–15, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Philipp_(Graf_von_Nassau-Dillenburg)&oldid=- (Version vom 20. Mai 2019, 17:14 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 26 (1888), S. 14–15 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Philipp von Nassau in der Wikipedia
GND-Nummer 138777411
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|26|14|15|Philipp, Graf von Nassau|Pieter Lodewijk Muller|ADB:Philipp (Graf von Nassau-Dillenburg)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138777411}}    

Philipp, Graf von Nassau, geb. 1566, war der Sohn des Grafen Johann von Nassau-Katzenellnbogen, des Bruders Wilhelms von Oranien. Wie fast seine sämmtlichen Brüder kam er schon in jungen Jahren nach den Niederlanden, wo er sich bald durch seine Kühnheit auszeichnete und schon 1585 die Stelle eines Gouverneurs in Gorcum und eines Obersten über ein Regiment zu Fuß von den Staaten von Holland erhielt. In den Leicester’schen Wirren stellte er sich gleich auf die Seite der Staaten und erhielt 1587 schon ein ansehnliches Commando an der holländischen Grenzlinie. Im vorigen Jahre hatte er sich im kleinen Krieg im Kölnischen sehr hervorgethan, wie er auch in den nächsten Jahren zu den glänzendsten Führern der kleinen staatischen Armee gehörte. Im J. 1593 machte er seinen Namen gefürchtet durch einen kühnen Zug nach dem Luxemburgischen, im nächsten Jahre führte er eine auserlesene niederländische Schaar von 3000 Mann nach Frankreich. Das Jahr darauf wurde [15] er bei einem unglücklichen Reiterkampfe an der Lippe in Westfalen tödtlich verwundet und starb, von den Spaniern gut gepflegt, schon am Tage nachher am 2. Septbr. 1595 (nicht am 31. August 1596, wie van der Aa hat). P. war ein tapferer, etwas tollkühner Soldat, der, wie der Fiscal Duyck in seinem bekannten Tagebuch sagt, zuerst sehr debauchirt gelebt hatte, jetzt aber anfing, sich zu mäßigen und ein guter General zu werden versprach.

Duyck, Journael, Bd. I. – Groen van Prinsterer, Archives de la Maison d’Orange, 2. Serie, Bd. I. – Bor, van Meteren, Bentivoglio und die Militärschriftsteller der Spanier Coloma, Carnero, Campana. Von Neueren außer Wagenaar, Motley, United Netherlands, Bd. III. – Fruin, Tien Jaren. – Arend, van Rees und Brill, Bd. III, 2, mein Staat der Ver. in de jaren zijner wording.