ADB:Rellstab, Johann Karl Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Rellstab, Joh. Karl Friedrich“ von Rochus von Liliencron in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 28 (1889), S. 780–781, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rellstab,_Johann_Karl_Friedrich&oldid=- (Version vom 17. August 2019, 17:51 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Rellstab, Ludwig
Band 28 (1889), S. 780–781 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Mai 2013, suchen)
GND-Nummer 100317960
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|28|780|781|Rellstab, Joh. Karl Friedrich|Rochus von Liliencron|ADB:Rellstab, Johann Karl Friedrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100317960}}    

Rellstab **): Joh. Karl Friedrich R., geboren zu Berlin am 27. Februar 1759, † daselbst am 19. August 1813. Der Vater, ein Buchdrucker, wollte den Sohn für sein Geschäft erziehen; diesen aber trieb ein unwiderstehlicher Drang zur Musik. Er ward zuerst von Joh. Friedr. Agricola (s. A. D. B. I, 149), nach dessen Tode von Fasch (s. A. D. B. VI, 576) unterrichtet, ging dann nach Hamburg zu Philipp Emanuel Bach. Der plötzliche Tod des Vaters nöthigte ihn jedoch zurückzukehren und nun dennoch dessen Geschäft zu übernehmen. Er verband später damit eine Musikalienhandlung und sein um 1783 errichtetes Musikalienleihinstitut war wol das erste in Berlin. Im J. 1787 [781] veranstaltete er ein „Concert für Kenner und Liebhaber“, in welchem classische Werke der italienisch-deutschen Schule, aber auch von Bach und Gluck zur Ausführung kamen. Er selbst war ein vortrefflicher Clavierspieler und nicht unbegabter Componist. 1792 trat er in die von Fasch gegründete Singakademie, dirigirte hier auch neben Fasch und Zelter. Unter den traurigen Verhältnissen, welche[WS 1] 1806 über Berlin hereinbrachen, ging sein Geschäft zu Grunde und er verlor fast sein ganzes Vermögen, ohne daß dies seinen Eifer für die Musik und das Berliner Kunstleben minderte. Ein Verzeichniß seiner musiktheoretischen Werke und seiner Compositionen, darunter Oratorien, Cantaten, eine Oper und viele Lieder gibt Ledebur[WS 2].

Ledebur, Tonkünstlerlexikon Berlins, S. 456.

**) Zu S. 186.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: welch
  2. Carl Freiherr von Ledebur.