ADB:Schad, Christian Konrad

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Artikel „Schad, Christian Konrad“ von Robert Boxberger in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 492–493, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schad,_Christian_Konrad&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 09:05 Uhr UTC)
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Schad: Christian Konrad S., deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts, wurde am 1. Juli 1821 auf der Mainmühle zu Schweinfurt in Unterfranken geboren, studirte 1841–43 in Erlangen, bis 1845 in Leipzig Philologie und widmete sich dann besonders der Germanistik. Er hat das Verdienst, zwei werthvolle deutsche Litteraturdenkmale in Leipzig aufgefunden zu haben: Fischart’s „Jesuiterhütlein“ von 1593, welches er Leipzig 1845 mit Anmerkungen herausgab, und Goethe’s „Neue Lieder“, Leipzig bei Breitkopf 1769. Im J. 1846 ward er Professor an der neuerrichteten Lateinschule zu Kitzingen und starb dort frühzeitig an der Lungenschwindsucht am 1. Juni 1871. Seine ersten Dichtungen veröffentlichte er unter dem Namen „Raimund von Franken“ in Zeitschriften; eine vollständige Sammlung derselben ist nicht erschienen, nur „Studentenlieder“ [493] (mit Musik von Zöllner) 1861, „Zum deutschen Fürstentag“ 1863, „Wittwenlieder“ 1862, „Shakespearesonette. Vom Klingenwald“ 1864, „Die Braut der Hochalpen“ 1864, „Thränen aus Villa Malta“ 1865, „Klänge vom Main“ 1870. Besonderes Verdienst erwarb er sich durch die Herausgabe des „Deutschen Musenalmanachs“ (Nürnberg 1850 und 1852, Selbstverlag 1853 bis 1859), der ihn in ununterbrochenen Verkehr mit den bedeutendsten Dichtern Deutschlands brachte, darunter auch mit seinem Schweinfurter Heimathsgenossen Friedrich Rückert, der ihn jedoch nicht sonderlich schätzte. Auch gab er mit Ignaz Hub das „Freiligrath-Album“ Leipzig 1868 heraus.