ADB:Schaffshausen, Paul

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schaffshausen, Paul“ von Richard Hoche in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 551, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schaffshausen,_Paul&oldid=- (Version vom 27. Mai 2019, 14:04 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Schagen, Gilles van
Band 30 (1890), S. 551 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Paul Schaffshausen in der Wikipedia
GND-Nummer 12884230X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|30|551|551|Schaffshausen, Paul|Richard Hoche|ADB:Schaffshausen, Paul}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=12884230X}}    

Schaffshausen: Paul S., Philologe, Theologe und Philosoph des 18. Jahrhunderts. Er wurde in Hamburg als der Sohn des Protonotarius Dr. Nicolaus Lucas S., des ältesten Sohnes des Bürgermeisters Dr. Johann Diedrich S. (s. den vorstehenden Artikel), am 5. August 1712 geboren, erhielt seine Bildung zuerst durch Privatunterricht, dann auf dem Johanneum und seit 1731 auf dem akademischen Gymnasium seiner Vaterstadt und studirte alsdann von 1734 an in Leipzig, zunächst besonders Theologie. Einige kleinere Arbeiten („de hirco Azazel eiusque ritibus et mysteriis“ 1736; „de historia Artemonis et Artemonitarum“ 1737 u. a.) machten ihn früh bekannt; 1738 wurde er Magister mit der „Dissertatio philologica de vera notione vocabuli κοινωνία“, und hielt dann zwei Jahre lang Vorlesungen über griechische Sprache und theologische Fächer. Da Aussichten auf eine Professur in Leipzig sich ihm nicht eröffneten, kehrte er nach Hamburg zurück und lebte hier mehrere Jahre ganz seinen Studien; 1741 erschien u. A. seine Abhandlung über die Lysias-Ausgabe von Taylor (auch abgedruckt in den „Exercitat. societ. latinae Jenensis“). Am 19. August 1745 wurde er zum Professor der Logik, Metaphysik und Beredtsamkeit am hamburgischen akademischen Gymnasium erwählt; in diesem Amte starb er am 15. Februar 1761. Von seinen späteren wissenschaftlichen Arbeiten ist seine Ausgabe der Bibliographia antiquaria von J. A. Fabricius, 1760, zu nennen.

H. S. Reimarus, Memoria Pauli Schaffshausen, 1761. – Vollständiges Schriftenverzeichniß im Hamburger Schriftsteller-Lexikon. VI, 479–481.