ADB:Schultes, Ludwig August

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Artikel „Schultes, Ludwig August“ von Franz Xaver von Wegele in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 692, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schultes,_Ludwig_August&oldid=- (Version vom 29. Oktober 2020, 12:00 Uhr UTC)
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Schultes: Ludwig August S., Geschichtsforscher, geboren am 3. November 1771 zu Kahla a. S. (Herzogthum Sachsen-Altenburg) als der Sohn eines herzoglichen Steuerbeamten, erhielt seine Ausbildung am Lyceum zu Eisenberg und an der Universität Jena. Nach beendigten Studien (Herbst 1793) widmete er sich der praktischen Laufbahn und wurde zuletzt (1800) Amtscommissär bei dem Kreisamt und dem damit verbundenen deutschen Ordenshausamt zu Altenburg. Er starb am 7. Februar 1826. Schon in frühen Jahren fesselten ihn neben seinen Amtsgeschäften historische Studien mit besonderer Beziehung auf das urkundliche Gebiet, als deren erste Frucht man die von ihm im J. 1799 veröffentlichten „Diplomatischen und statistischen Nachrichten von der Stadt Eisenberg“ betrachten kann, die aus dem ihm gewordenen Auftrag, das Archiv des Schlosses und Amtes zu Eisenberg zu ordnen, hervorgegangen waren. Weiterhin beschäftigte ihn eine urkundliche Geschichte der Herzöge von Sachsen-Altenburg und der Grafen von Orlamünde, die er in der That handschriftlich vollendet hat, ohne jedoch zur Herausgabe derselben zu gelangen. Sein Hauptwerk jedoch ist das „Directorium diplomaticum oder chronologisch geordnete Auszüge von sämmtlichen über die Geschichte Obersachsens vorhandenen Urkunden“. Das Werk sollte eine Ergänzung des bekannten Inventarium diplomaticum von J. Chr. Schöttgen sein, ist aber zu seinem Vortheile weit über diese nächste Bestimmung hinausgewachsen. S. war mit unverkennbar tüchtiger Vorbereitung zu der Ausführung desselben geschritten. Die beiden ersten Theile erschienen 1821 und 1823, der dritte, bis König Rudolf I. reichend, ist leider ungedruckt geblieben. Das Verdienstliche der sorgfältigen Arbeit ist allseitig anerkannt, sie selbst aber bis auf den heutigen Tag noch nicht entwerthet.

S. Neuer Nekrolog der Deutschen, IV. Jahrgang (1826), S. 784.