ADB:Speth zu Zwiefalten, Dietrich

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Artikel „Speth zu Zwiefalten, Dietrich“ von Theodor Schön in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 35 (1893), S. 146, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Speth_zu_Zwiefalten,_Dietrich&oldid=- (Version vom 23. Juli 2019, 01:11 Uhr UTC)
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Speth: Dietrich S. (Spät), zu Zwiefalten, der Sohn des württembergischen Hofmeisters Dietrich S. v. Ehestetten († 1492) und dessen Gattin Ursule Stain zu Jetingen, trat frühzeitig in württembergische Dienste, begleitete 1495 Herzog Eberhard im Bart auf den Reichstag zu Worms, focht 1504 als Helfer Herzogs Ulrich gegen die Pfälzer und 1510 unter Kaiser Maximilian gegen die Venetianer. Ersterer verlieh ihm 1510 das Amt eines Erbtruchsesses, der Kaiser am 1. Mai 1511 die hohe Gerichtsbarkeit. Als Besitzer von Ehestetten, Zwiefalten, Gammertingen, Hedingen, Eglingen, Unter-Marchthal, Neidlingen war er der reichste Edelmann am württembergischen Hofe. Verwandtschaftliche Beziehungen zu Hans v. Hutten und seine Stellung als bairischer Rath führten ihn in die Reihen der Gegner Herzogs Ulrich; er gab daher der Herzogin Sabina 1515 bei ihrer Flucht von Nürtingen nach München das Geleit. Der erzürnte Herzog ließ 1517 Speth’s Schlösser ausplündern. An der Vertreibung Ulrich’s nahm S. regen Antheil und vertheidigte 1519 als österreichischer Obervogt Urach gegen denselben. Beim Entsatz von Wien 1529 zeichnete er sich aus und nahm 1534 Antheil an der Schlacht bei Lauffen. Als kaiserlicher Rath starb er am 1. Dec. 1536, nachdem er seine Gattin Agatha v. Neipperg drei Jahre früher verloren hatte.

Ch. F. Stälin, wirtemb. Gesch. IV, 123, 124, 145, 146, 191, 194, 199, 225. – Heyd, Herzog Ulrich v. Wirtemberg I, 409–411, 416, 556. – Ulmann, Fünf Jahre württemb. Geschichte 1867, S. 23, 24, 87. – Litterarische Beilage des Staatsanzeigers von Württemberg 1887. 341–349 (E. Schneider). – Stadlinger, Geschichte des württemb. Kriegswesens, 1856, S. 222 ff. – R. v. Liliencron, die historischen Volkslieder der Deutschen III, 200, 202, 238, 242, 244, 245, 247, 248, 251, 253, 256, 258, 264, 454; IV, 68, 69, 71, 78, 88–90, 92, 94.