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Textdaten
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Autor: Edgar Allan Poe
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Titel: An . . . .
Untertitel:
aus: Ausgewählte Gedichte
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1891
Verlag: Verlag des Bibliographischen Bureaus
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Hedwig Lachmann (1865–1918)
Originaltitel: To —— ——
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf commons
S. 54–55
Kurzbeschreibung:
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          [54] An . . . .

In des Verstandes eitler Ueberhebung
Verkündete ich einst die „Macht der Sprache,“
Bestritt, daß ein Gedanke je erwache,
Für den das Wort ohnmächtig zur Belebung.

5
Und gleichsam, die Vermessenheit zu strafen,

(In der ich mich so überlegen wähnte)
Haben zwei Worte, liebliche Accente,
Zweisilbig, italienisch –, nur geschaffen,
Auf Hermonshügeln, wo in Perlensträngen

10
Vom Firmament Thautropfen niederhängen,

Von Engelslippen musikalisch lind
Zu zittern, – aus dem abgrundtiefen Schachte
Der Seele mir Gedanken, ungedachte –
(Welche die Seelen der Gedanken sind,)

15
Herausgelockt, zu wilde Phantasieen,

Als daß sie selbst der Seraph Israfel,
Dem Gott der Stimmen lieblichste verliehen,
Zu formen wüßt’! Und nun, trotz dem Befehl
[55] Aus deinem Munde fühl’ ich mich erlahmen,

20
Mit diesen süßen Lauten, deinem Namen

Als Text, versagt die Macht der Sprache –
Kaum fühl’ ich mehr – nicht Fühlen ist dies wache,
Der Welt entrückte, völlige Versinken,
Lautlose Stehen an der goldnen Schwelle

25
Der Träume, dieses Starren in die Helle,

Wonn’ge Erschauern, wenn ich mir zur Linken,
Zur Rechten, vor mir, in der Höhe,
Und weit, weit weg, am fernsten Punkt, wo sich
Mein Blick verliert, nicht andres sehe
                              Als dich.


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