Auffindung des Freiberger Bergwerkes

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Auffindung des Freiberger Bergwerkes
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 248-249
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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[248]
269) Auffindung des Freiberger Bergwerkes.

G. Agricola, De vet. et nov. Metallis I. 12. Moller, Freibergische Annales, Freib. 1653. 4. Th. I. S. 16. sq.

Einst haben Fuhrleute Salz aus Halle an der Saale geholt, um es in Böhmen einzuführen, als sie nun an die Grenze des böhmischen und meißnischen Gebirges kamen, haben sie in der Gegend, wo jetzt die Stadt Freiberg liegt, in einem Wagengeleiße ein Geschiebe von gediegenem Bleierz angetroffen, welches vom Wasser blosgelegt worden war. Weil es nun dem Goslarischen Erz nicht ganz ähnlich sah, haben sie dasselbe auf den Wagen geworfen und hernach mit sich [249] nach Goslar genommen, da sie bisweilen auch Blei von Goslar an andere Orte geführt. Da nun die Bergleute dieser Stadt gedachtes Geschiebe probirten, so fanden sie, daß es an Silber weit reicher als der Goslarische Glanz- und Bleischweif war, es haben sich also eine Anzahl derselben aufgemacht und nach Anleitung der Fuhrleute dorthin begeben. Dadurch ist die heutige Bergstadt Freiberg nach und nach entstanden, jene Bergleute aber sind, weil ihnen ihr Suchen wohl gelungen, sämmtlich reich geworden.