Aus den Zeiten der schweren Noth/Der Mann von Hersfeld

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Textdaten
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Autor: H. A. M.
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Titel: Aus den Zeiten der schweren Noth
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 68–69
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1873
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Aus den Zeiten der schweren Noth.
Der Mann von Hersfeld.


Es ist eine alte, schöne Sitte, großen Kriegshelden nach ihren höchsten Ruhmesthaten ehrende Beinamen beizulegen. Das Alterthum kannte einen Asiaticus, einen Africanus, einen Numantinus; die neue Zeit kennt eine Jungfrau von Orleans, einen Fürsten von Wahlstatt, einen Löwen von Skalitz. Das sind leuchtende, von Mit- und Nachwelt unvergessene Namen. Aber wie manche von nicht minder strahlendem Glanze sind, nachdem sie eine Weile im Ohre der Menschheit geklungen, verschüttet und begraben worden im Staube der Geschichte! So auch der Name des Mannes von Hersfeld.

Viele Schriftsteller haben schon seine That verherrlicht: Hebel erzählt davon im „Rheinischen Hausfreund“ und im „Schatzkästlein“; Venturini erwähnt sie in der „Chronik des neunzehnten Jahrhunderts“; Sommerlatt zählt sie auf in seinen „Zügen deutschen Muthes und Hochsinnes“; Lotter ebenso in seinen „Beispielen des Guten“; der „badische Militärkalender von 1863“ zeichnet sie in markiger Skizze; vor nicht allzulanger Zeit wurde sie (wenn auch etwas kühn und nicht ganz mit historischem Hintergrunde) zum Stoffe eines Dramas gewählt; da, wo sie sich hat zugetragen, hat sie die dankbare Mitwelt in Silber geprägt, in Verse gekleidet und in Stein gehauen … und doch! doch möchten wir wetten, daß im halben deutschen Vaterland die That gar nicht bekannt ist und daß sie für die andere Hälfte, wenn wir sie eben hier erzählt haben, nur trübe in der Erinnerung auftaucht, wie ein lange vergessenes Kindermärchen.

Sie ist es aber werth, gekannt zu sein; und darum soll hier erzählt werden, wer der Mann von Hersfeld ist und wie er zu diesem Beinamen kam.

Wilhelm der Erste von Hessen hatte sich als deutscher Fürst geweigert, dem für ihn mit dem süßen Köder der Gebietserweiterung versehenen Rheinbunde beizutreten, und wollte sich neutral halten. Napoleon erkannte diese Stellung zuerst an; als aber der Kurfürst zur strengen Wahrung seiner Neutralität Truppen an den Grenzen seines Landes aufstellte, jagte er ihn einfach mit dem Rechte des Allgebietenden vom Thron und erklärte das Land für einen Theil des für seinen Bruder „Morgen wieder lustig“ creirten Königreiches Westfalen, welchem zudem noch eine ordentliche Hauptstadt, wie sie sich jetzt in Kassel bot, fehlte.

Die gewaltigen Zuckungen aber, die vom Jahre 1789 an in schneller Folge wie Blitze von Paris aus über den Rhein gefahren waren, hatten nicht allein in den Oberrheinländern, die in ihren Miniaturgebieten von Krummstab und Scepter sehr feudaliter regiert wurden, eine bedeutsame Gährung, ja hin und wieder Auflehnung gegen die herrschende Hand zu Wege gebracht – sie hatten auch in Hessen Wiederklang gefunden, und als nun zu Ende des Jahres 1806 die bei Mediatisirung des Kurfürstenthums entlassenen kurhessischen Soldaten, die wieder einberufen waren und französisch organisirt werden sollten, sich unter ihren eigenen Officieren bei Kassel gegen den französischen Generalgouverneur Lagrange zusammenrotteten, fanden sie viel Sympathie beim Volke. Man hatte die gepriesenen Apostel der Freiheit als räuberische Usurpatoren, welche bei jeder Gelegenheit das seitdem geflügelte Wort „C’est la guerre!“ („Das ist der Krieg!“) im Munde führten, in’s Land einbrechen, die angestammten Fürsten verjagen und das Heiligste spottend entweihen sehen. Man bäumte sich daher, durch das Beispiel der Soldaten ermuthigt, gegen die brutale Behandlung auf; im Departement Werra, besonders in den Städten Eschwege und Hersfeld, stand das Volk am 25. December 1806, von hessischen Officieren (wie dem später in Eschwege als Rädelsführer erschossenen Hauptmann Usler) geleitet, offen gegen Napoleon und die von ihm als König eingesetzte Puppe auf und vertrieb mit Waffengewalt die fremden Garnisonen.

Die Strafe folgte auf dem Fuße. Schon am 1. Januar 1807 rückten von Kassel aus zwei Colonnen gegen die sogenannten Rebellen. Bei dem speciell gegen Hersfeld vorgeschickten Detachement befand sich ein badisches Jägerbataillon, das, aus Mannschaften des durch Mediatisirung des betreffenden Fürstenthums aufgelösten leiningschen Contingentes und eingeborenen Badensern bestehend, im November 1806 unter dem Oberstlieutenant Lingg als Rheinbundstruppe bis Naumburg marschirt, durch allerlei eigenthümliche Zufälle, wie durch Gefangenenescorte oder Geldtransporte, aber immer wieder zurückgekehrt und vom General Lagrange wegen der düstern Stimmung des Landes in Kassel zurückgehalten war.

Die braven Jäger hatten im Herzen gemurrt, daß sie nicht, wie die anderen badischen Regimenter, Lorbeern in offener Feldschlacht erringen könnten, sondern zu Escortendiensten verwendet würden; sie beklagten ihr Loos noch mehr, als sie – deutsche Truppen und deutschen Herzens – gegen deutsche Städte marschiren sollten, deren Sache eigentlich (wenn auch nur ganz heimlich) auch die ihrige war und denen ihr Herz cameradschaftlich entgegenschlug.

Sie marschirten zur Execution – nicht ahnend, daß sie auf diesem Zuge, ohne einen Schuß zu thun, köstlicheren Lorbeer erwerben würden als ihre Brüder vor Dirschau und Danzig.

Am 10. Januar rückte die Colonne in Hersfeld ein; das Haus, aus welchem zuerst auf die französischen Truppen bei dem Aufstande geschossen war, wurde sofort geplündert und abgebrannt; zwei früher kurhessische Soldaten, denen standgerichtlich die thätige Theilnahme am Aufruhr bewiesen werden konnte, wurden ohne Weiteres am 28. Januar zu Hersfeld erschossen.

Als dem Kaiser Napoleon, der sich damals in Polen befand, Meldung vom Geschehenen zuging, brauste derselbe in wildem Zorne auf und gab den schonungslos harten Befehl, die Stadt Hersfeld zu plündern und niederzubrennen, in Eschwege aber ein Drittel der Einwohner zu erschießen oder nach Frankreich zu deportiren.

Der General Lagrange, ein edler Soldat und Mensch, wagte es, gegen diesen Befehl des Despoten Einwendungen zu machen mit dem Bemerken, es sei ja Alles ruhig, die wenigen Urheber der an und für sich zudem noch wenig bedeutsamen Revolte seien bereits mit dem Tode bestraft und die Stadt wäre eigentlich an dem ganzen Vorfalle unschuldig; seine Fürsprache half aber nichts, denn Mitte Februar traf als einzige Antwort darauf die Wiederholung des harten Befehles von Seiten Napoleon’s ein.

Auch da bewies Lagrange noch seinen Edelmuth. Den italienischen und französischen Truppen des Detachements wurde auf seinen Befehl nichts von dem kaiserlichen Decret mitgetheilt, dieselben marschirten am 20. Februar unter dem Obersten Barbot aus Hersfeld ab mit dem Befehle, eine Viertelstunde vor dem Thore Halt zu machen, sich den Brand der Stadt anzusehen und dann in Eilmärschen nach Kassel zurückzukehren. Die deutschen Truppen erhielten den Befehl, die Plünderung und Anzündung der Stadt zu vollstrecken, und der Oberstlieutenant Lingg wurde von dem abrückenden Oberst Barbot mit der Leitung der Execution beauftragt, allerdings mit dem bedeutungsvollen Winke, „daß bei alledem viel Gutes geschehen könne, wenn er hierzu zweckmäßige Maßregeln nehmen wolle“; nach vollzogenem Befehle solle er mit seinem Bataillon nach dem etwa sechs Stunden östlich von Hersfeld liegenden Orte Bach rücken.

So lag denn das Schicksal der Stadt und seiner Bewohner, das mühsam errungene Ergebniß jahrelangen Gewerbfleißes in den Händen Lingg’s und seiner Jäger; das Plündern gehörte damals noch zum Kriegshandwerk, und die Hersfelder sahen sich daher unrettbar völliger Vernichtung preisgegeben, denn was die Hand plündernder Soldaten etwa verschonte, sollte das Feuer ja vernichten – und ein Aschenhaufen sollte in wenigen Stunden nur noch die Stätte bezeichnen, wo Liebe und Freundschaft am häuslichen Herde gesessen, Fleiß und Arbeit tägliches Brod und Reichthum geschaffen hatten.

Hersfeld, jetzt eine Stadt von gegen achttausend Einwohnern, in der Handelswelt bekannt durch seine bedeutenden Tuch- und Baumwollenzeugfabriken, in der Statistik genannt als preußische Garnison, den Malern und Kunstfreunden werth durch die Ruinen seines herrlichen byzantinischen Domes, dem Freunde deutschen Volkslebens lieb durch seinen Lullusmarkt, hatte sich schon damals von den Anbauten der Benedictinerabtei Herolvesfelde zu einer gewerbthätigen Stadt von fünftausend Wollenzeugspinnern und Tuchfabrikanten emporgearbeitet und genoß schon eines gewissen Wohlstandes. Jetzt hatte die bange Stunde geschlagen, und der mühsam erworbene Wohlstand war, wenn nicht auf ewig, so doch [69] auf lange Zeit vernichtet. Allgemeine Bestürzung herrschte in der Stadt, und die jammernden Einwohner schaarten sich bittend und um Gnade flehend vor dem Quartiere Lingg’s. Achselzuckend wies dieser die Bittenden auf den ihm zugegangenen strengen Befehl hin und ermahnte sie, das Beste ihrer Habe noch zu retten; dann ließ er endlich mit schwerem Herzen das Alarmsignal geben und befahl, vier einzeln gelegene Häuser je nach den vier Windrichtungen hin und ein Gebäude in der Mitte der Stadt anzuzünden.

Die badenschen Jäger eilten unterdessen durch die sich drängenden, jammernden Einwohner mit Sack und Pack auf den Markt der Stadt, der ihnen als Sammelplatz angegeben war; der Oberstlieutenant Lingg trat vor die Front, theilte den Truppen den kaiserlichen Befehl mit und stellte ihnen mit bewegten Worten das traurige Loos der Stadt vor, indem er noch besonders darauf hinwies, wie Tausende von Unschuldigen also für das Vergehen Weniger leiden sollten.

„Ich habe,“ schloß er dann mit bewegter Stimme seine Ansprache, „die Stadt an allen vier Ecken anzünden lassen. Soldaten, die Erlaubnis zum Plündern fängt jetzt an – wer dazu Lust hat, der trete heraus aus dem Gliede!“

Tiefe Stille herrschte auf dem Marke; athemlos, in unausprechlicher Spannung lauschten die ringsum geschaarten Einwohner auf das Hervortreten Derer, die sich zu Schergen Napoleonischer Grausamkeit machen würden, die mit deutscher Hand, der eigenen Mutterbrust vergessend, deutschen Wohlstand plündern und vernichten wollten.

Doch sieh! kein Mann trat aus dem Gliede; die braven Jäger standen, als wären sie aus Erz gegossen.

Die Aufforderung wurde wiederholt; auch ihr folgte Niemand – da führte der brave Commandeur seine braven Jäger hinaus zur Stadt auf Vach zu, wohin sein Marschbefehl lautete.

Jubelndes Jauchzen erfüllte die Stadt; Freudenthränen an Stelle der bangen Angstzähren vergießend, stürzte Alt und Jung zu den Seinigen, um ihnen das Unverhoffte zu verkünden: daß sie gerettet seien vor völliger Vernichtung, geschützt vor dem Elend – lediglich durch den Edelmuth deutscher Männer!

Vor dem Thore, da, wo die Straße auf Vach zugeht, machte Lingg mit seinen Jägern Halt und schaute zurück auf die Stadt. Er und seine Braven sahen mit Freuden, wie statt der lohenden Flammensäulen nur fünf leise sich im Ersterben kräuselnde Rauchwolken die Stellen zeigten, wo die Hand der Einwohner geschäftig den absichtlich gefahrlos angelegten Brand im Entstehen gelöscht hatten. Ruhe und Frieden schwebten im Sonnenglanze des Himmels über den Gassen und Märkten, welche von jubelnden Menschen belebt waren. – Hersfeld stand, Hersfeld steht heute noch – so lange es aber stehen wird, wird es ein Ehrendenkmal für die badischen Jäger sein!

Dem Namen nach jedoch existirte es nicht mehr, denn von Vach aus meldete Lingg am 21. Februar an den Markgrafen Ludwig nach Auseinandersetzung des ihm von Lagrange ertheilten Auftrages wörtlich so:

„Ich that nun auch, was in meinen Kräften stand, um die Linderung des traurigen Schicksals möglich zu machen, und brachte es auch dahin, daß die Stadt von Plünderung verschont blieb, da die ganze Execution meinen Compagnieen allein übertragen ward. Den Brand aber legte ich auf den vier Ecken und auch in der Mitte der Stadt an, daß selber bei der glücklichen Windstille nicht um sich griff und die Stadt somit außer den zum Anzünden gewählten Häusern keinen weitern Schaden gelitten hat. – Hersfeld ist nun als ein abgebrannter Ort aus der Reihe der existirenden Städte ausgestrichen, erhält nie wieder eine Garnison. Alle öffentlichen Zeitungen werden die Stadt als verbrannt ausschreiben. Ich muß devotest bitten, daß die Carlsruher Zeitung diesen Artikel nicht mildern möge.

Ew. Hoheit habe ich andurch den wahren Vorgang unterthänigst zu berichten nicht verfehlen wollen, und wünsche Höchstdero Zufriedenheit erreicht zu haben, indem ich einerseits die mir gegebenen Ordres meiner hohen vorgesetzten Commandirenden erfüllt und andererseits die Pflichten der Menschlichkeit nicht vergessen zu haben mich ganz beruhigt weiß.“

Der Generalgouverneur erhielt durch den Obersten Barbot die Meldung von der humanen Art und Weise, wie Lingg seinen Befehl und den Wink verstanden und ausgeführt hatte; sein Edelmuth ließ ihn schweigend darüber hinsehen, so daß dem braven Mann wenigstens keine dienstlichen Unannehmlichkeiten aus seinem menschenfreundlichen Benehmen erwuchsen.

Das dankbare Hersfeld hielt am 22. Februar einen feierlichen Dankgottesdienst, wobei Lingg’s Name von dem fungirenden Geistlichen als der eines Schutzengels der Stadt von der Kanzel verkündigt wurde; dann schickte die Bürgerschaft eine Deputation nach Vach, um Lingg ihren Dank zu sagen und ihm eine beträchtliche Summe Geldes für die Schonung der Stadt anzubieten.

„Ich lasse mir – gab Lingg notorisch zur Antwort – „eine gute That nicht mit Geld bezahlen; zum Andenken erbitte ich mir von Euch nur eine silberne Münze, auf welcher Eure Stadt und der heutige Auftritt vorgestellt sind. Dies soll das Geschenk sein, das ich meiner zukünftigen Gattin aus dem Kriege mitbringen will!“

Auch weitere Versuche der dankbaren Einwohnerschaft, ihm durch Kostbarkeiten seine That zu belohnen, wies er standhaft ab und nahm nur ein Gedicht an, welches ihm im Namen der Bürgerschaft von einigen Knaben überreicht wurde; so prägte die dankbare Stadt, um ihrem übervollen Herzen Luft zu machen, die von Lingg selbst geforderte Medaille und verewigte die edle That durch einen Gedenkstein an der Pfarrkirche.

Lingg und seine braven Jäger zogen weiter von Vach aus ihren Bruderregimentern nach in Kampf und Schlacht; die Kunde aber von dem, was sie gethan, zog hinaus über die deutschen Gauen und das ganze Land nahm sie mit Beifall und Bewunderung auf. Auf dem Heimmarsche nach dem Friedensschluß begleiteten Dank und Anerkennung das brave Jägerbataillon, und als es am 18. December 1807 Mittags in Carlsruhe einrückte, wollte der jauchzende Jubel kein Ende nehmen.

„Ehre, dem Ehre gebührt“, dachte, sprach und handelte das Volk.

Karl Friedrich von Baden ernannte Lingg zum Oberst, verlieh ihm für eine solche Führung des Bataillons das Commandeurkreuz des von ihm gestifteten Verdienstordens und beauftragte ihn, in seinem Namen Verdienstmedaillen an die braven Jäger auszutheilen; die schönste Ehre aber, die er ihm erwies, war die, daß der greise Herr, als er Lingg zum ersten Male nach dem Kriege wieder sah, mit freudiger Rührung in die Worte ausbrach: „Ah! da kommt der Mann von Hersfeld!

Daher stammt der Beiname für Lingg und er behielt ihn im Munde der Mitwelt.

Dankbare Fürsten beeiferten sich auch weiter, ihn durch äußerliche Zierden und Titel zu ehren; Karl Friedrich ernannte ihn zum Generallieutenant und erhob ihn als Lingg von Lingenfeld in den badischen Freiherrenstand; Friedrich Wilhelm der Erste von Hessen überschüttete ihn, als er in sein Land zurückgekehrt war, mit Orden, Ehren und Dank.

Er lebte als allgemein geachteter Pensionär zu Mannheim, und als er dort am 21. Januar 1842 starb, begruben sie ihn als alten Kriegshelden und hohen Officier mit Pomp und militärischen Ehren; auf seinen Leichenstein haben sie alle seine Titel geschrieben – nur einen haben sie dabei vergessen. Doch das ist gerade der beste und ehrendste und ihn hätten sie erst recht obenan und mit goldenen Lettern schreiben sollen – denn dann wüßte jeder Fremde, der auf Mannheims Kirchhof vorübergeht an des alten Soldaten Grab, wessen Asche unter dem Steine ruhet, und brauchte nicht erst von einem Badener oder Hersfelder, den sein Weg just auch vorüber führt und der den Fremden das Monument betrachten sieht, zu hören:

„Da liegt der Mann von Hersfeld!“
H. A. M.