BLKÖ:Bésan, Karl Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Berzsenyi, Daniel
Band: 1 (1856), ab Seite: 346. (Quelle)
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Bésan, Karl Freiherr von (k. k. Rittmeister, Mar. Theresienordensritter, geb zu Szektsö im Baranyer Comitate Ungarns 1773, gest. ebendas. 12. April 1819). Anfangs 1789 trat er als Cadet in das Küras.-Reg. Baron Jacquemin Nr. 6, ward nach 3 Monaten Estandartführer, und machte die Belagerung von Belgrad mit. 1790 Unterlieut. beim Drag.-Reg. Fürst zu Waldek Nr. 2, kam er zur k. ungar. adel. Leibgarde, und trat 4 Jahre später als Unterlieut. in das Hus.-Reg. Erzh. Ferdinand Nr. 3 ein, in welchem er, die französischen Revolutionskriege mitmachend, zum Oberlieut. (1797), und zum Rittmeister (1801) vorrückte. Im Feldzuge von 1805 focht er in Italien unter Graf Heinr. Bellegarde, und zeichnete sich in der Affaire bei St. Pietro Ingiu aus, da er mit größter Anstrengung und Aufopferung nicht nur den verwundeten Obersten Baron Vecsey und ein halbes Bataillon Kroaten aus der Kriegsgefangenschaft rettete, sondern auch den Feind so sehr beschäftigte, daß dieser schon errungene Vortheile aufgeben mußte. Dazu war der Verlust an Mannschaft, – 7 leicht blessirte Husaren – ein so geringer, daß sein kühnes Unternehmen in seinem vollen [347] Glanze dastand. Die Verleihung des Mar. Theresienordenskreuzes (1806) war der Lohn seiner Heldenthaten. In demselben Jahre quittirte er mit Charakter, und 1813 ward er statutenmäßig in den Freiherrnstand erhoben.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 382. (Artikel von Stk.) – Hellbach (Johann Christ. v.), Adels-Lexikon (Ilmenau 1825, Voigt) I. Bd. S. 133. – Freiherrn-Diplom vom 28. Jänner 1813. – Wappen: Ein blauer Schild; im Fuße desselben eine schwebende goldene Krone, aus welcher zwei aufgerichtete gegeneinander gelehrte geharnischte Arme hervorgehen. Der rechte hält einen blanken Säbel, der linke einen goldenen Pusikan, beide in Form eines Andreaskreuzes gelegt.