BLKÖ:Baum von Appelshofen, Johann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
fertig
Nächster>>>
Baumann, Alexander
Band: 1 (1856), ab Seite: 189. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Baum von Appelshofen, Johann|1|189|}}

Baum von Appelshofen, Johann (k. k. Rittmeister, Mar. Theresienordensritter, geb. zu Bieliz 1771, gest. bei Frauenfeld in der Schweiz 25. Mai 1799). Er fing 1788 bei Harrach Kürassier Nr. 7 als Expropriis zu dienen an, trat im nämlichen Jahre als Unterlieutenant in’s 12. Dragoner-Rgmt., machte 1790 die Belagerung von Berbir und Czettin mit, und garnisonirte 1791 in Wien. 1793 zum Oberlieutenant avancirt, machte er sich noch in demselben Jahre bei St. Croix, Arlon und Avernes le sec bemerkbar und gab Proben der höchsten Tapferkeit bei Maubeuge (21. Mai), wo er sich durch einen überlegenen Feind durchschlug, den Rückzug deckte und verwundet ward. Er erhielt das Mar. Theresienkreuz und 1795 den Adel, und wurde 1796 Secondrittmeister. Nun zeichnete er sich wiederholt bei Bopfingen und Würzburg aus, stand 1797 im Lager bei Wien. Als er 1799 mit seinem Regimente in die Schweiz commandirt wurde, fiel er in der blutigen Affaire bei Frauenfeld (27. Mai d. J.), als er mit zwei Zügen vom Pferde abgesessen war, um den Feind, welchen ein Gebüsch deckte, zu Fuße desto wirksamer angreifen zu können. Wohl blieb der Sieg bei den österreichischen Fahnen, aber man hatte große Verluste, darunter auch B.’s Tod, zu beklagen. – Noch 3 Brüder fanden den Tod der Ehre: Ernst, Capitänlieutenant, am 26. Dec. 1799 bei Erstürmung einer Schanze beim Uebergange des Feindes über den Mincio; – Franz, Oberlieut. bei Caldiero, und Karl, Fähnrich, bei Austerlitz gefangen, starb an den Folgen der während seiner Gefangenschaft erlittenen grausamen Behandlung. – Ein vierter Bruder Anton, Hofrath und Krakauer Kreishauptmann wurde als Ritter des Stephan-Ordens in den Freiherrnstand erhoben.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 262. (Artikel von Hd.) – Wappen: Ein der Breite nach zweigetheilter Schild. Im oberen blauen Felde: vier Lanzen mit Bürgerkrone und Lorbeerkranz; im unteren rothen Felde: eine Stadtmauer mit geöffneten Thoren, woraus der kaiserl. Adler hervortritt. (Erinnerung an die Capitulation Krakau’s 16. Juni 1794.)