BLKÖ:Biagi, Clement

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 370. (Quelle)
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Biagi, Clement (Archäolog, geb. zu Cremona 1740, gest. zu Mailand 1804). Trat in den Orden der Camaldulenser und widmete sich wissenschaftlichen Forschungen, welche ihm das Wohlwollen des Ritters Jac. Nani erwarben. Dieser Patrizier stellte dem gelehrten Mönche sein reiches Museum zur Verfügung. Religiöse Pflichten und die Leitung des Diario ecclesiastico verhinderten aber den Pater, seine archäologischen Studien fortzusetzen. Er wurde nun Abt eines Klosters zu Ravenna, dann Professor der Theologie und des canonischen Rechts im Collegium de propaganda fide zu Rom. Im Diario bekämpfte er mit Energie die Jansenisten und ihre Ansichten. Seine archäologischen Schriften sind: „Ragionamento sopra un’ antica statua nuoramente scoperta nell’ agro romano“ (Rom 1772, 4°.); – „Monumenta graeca ex Musaeo J. Nanii illustrata“ (ibid. 1785, 4°. mit K. K.) [Ebert Bibliogr. Lex. Nr. 14630]; – Tractatus de Decretis Atheniensibus in quo illustratur singulare decretum Atheniense ex Museao J. Nanii“ (ib. 1787, 3 Bde. 4°.) wovon nur 250 Exemplare abgezogen wurden [Ebert Nr. 2089]; – „Monumenta graeca et latina ex Musaeo J. Nanii descripta“ (ib. 1787, 4°.) [Ebert Nr. 14630], eine Fortsetzung der oben genannten „Monumenta graeca.“ Außerdem besorgte er die Herausgabe der italien. Uebersetzung der „Argonautica“ von Valerius Flaccus, welche mit neuen Noten des Cardinals Flangini vermehrt war und eine Uebersetzung des bekannten „Dictionnaire théologique“ von Silv. Bergier mit Zusätzen, das eine Abtheilung der bei Panckouke 1782–1792 in Paris erschienenen „Encyclopédie méthodique“ bildete.

Giornale di Padova, 1805 im Dec.: „Elogio di Biagi“ von P. Paulin de Saint-Barthélémy. – Tipaldo, Biografia degli Italiani illustri. – Revue encyclopédique, t. VI. p. 502. – Nouvelle Biographie générale ... publiée sous la direction de M. le Dr. Hoffer (Paris 1853) V. Bd. Sp. 907. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für gebildete Stände (Hildburghausen 1815, Bibl. Inst., 8°.) IV. Bd. 4. Abth. S. 814. – Nuovissimo Dizionario degli uomini illustri d’ogni età ec. (Milano 1854, G. Pozzoli, 16°.) I. Bd. S. 480 [daselbst erscheint er unter dem Namen Biagio und ist das J. 1803 als sein Todesjahr angegeben].