BLKÖ:Brandis, Clemens Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 11 (1864), ab Seite: 371. (Quelle)
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E Brandis, Clemens Graf[BN 1] [s. d. Bd. II, S. 114], gest. zu Schleinitz in Steiermark 27. Mai 1863. Der Graf war erbliches Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrathes, früher Obersthofmeister Sr. Majestät des Kaisers Ferdinand; in den Jahren 1841 bis 1848 Landesgouverneur von Tirol. In den Stunden seiner Muße schrieb er: „Die Grundlage der Gesellschaft vom historischen Standpunkte“ (Regensburg 1855) und „Der Staat auf christlicher Grundlage“, 2 Bde. (Regensburg 1860). In seinem letzten Willen ordnete er an, daß er mit einem Scapulier und einem ledernen Gürtel ausgesetzt und beerdigt werde. Sein zweiter Sohn Erich ist in den Orden der Gesellschaft Jesu getreten [372] und hat auf das Erbrecht Verzicht geleistet und so ist der erstgeborne Graf Anton Universalerbe. 100.000 fl. hat der Verstorbene dem Jesuitenorden als Legat zum Ankaufe oder zur Adaptirung eines Ordenshauses – wo möglich in Tirol – verschrieben. Am 20. Juli 1863 wurden die Kaufsunterhandlungen zwischen dem Grafen Anton B. und Fürstbischofe von Lavant Dr. Jac. M. Stepischnegg zu Ende geführt, welchen zu Folge der Graf seine Herrschaft Windenau im Flächenmaße von 800 Joch nebst einem Weingarten in Langenthal statt des an die Gesellschaft Jesu auszuzahlenden Legates von 100.000 fl. an das Bisthum Lavant überläßt, während die gleiche Summe von dem noch aushaftenden Kaufschillingsreste des Schlosses St. Andrä in Kärnthen, welches das Bisthum an den Orden verkaufte, gelöscht wurde.

Tiroler Stimmen (Innsbrucker Journal, 4°.) 1863[WS 1], Nr. 121 und 126. – Bohemia (Prager Unterhalt. Blatt, 4°.) 1863, Nr. 128, S. 1423 und Abendblatt dazu S. 1434. – Volks- und Schützen-Zeitung (Innsbruck, 4°.) 1863, Nr. 64. – Gratzer Zeitung 1863, Nr. 164 Abendblatt. – Hie und da findet man auch den 26. Mai als des Grafen Todestag angegeben.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Brandis, Clemens Graf [Bd. II, S. 114; Bd. XI, S. 371].
    Illustrirte Zeitung (Leipzig, J. J. Weber). XI. Bd. (1848), S. 136, im Aufsatze: „Die Rückkehr des Kaisers nach Wien“ [mit Bildniß im Holzschnitt]. – (Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) 1827, S. 664. – Christlicher Hausschatz (Brunecker Localblatt, 8°.) 1863, S. 184. [Bd. 23, S. 363.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1868.