BLKÖ:Chmela, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Čejka, Joseph
Band: 11 (1864), ab Seite: 380. (Quelle)
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* Chmela, Joseph (slavischer Sprachforscher, geb. zu Mährisch-Trübau 18. Februar 1793, gest. zu Prag 28. Februar 1847). Widmete sich nach beendeten Studien dem Lehramte und wurde 1818 Professor der classischen Sprachen zu Gitschin, kam später als Grammaticalprofessor an das Gymnasium zu Königgrätz, von welchem er nach einigen Jahren in gleicher Eigenschaft an jenes der Altstadt in Prag übersetzt wurde. Ch. hat als Lexikograph und Uebersetzer einiger classischer Autoren und einiger dramatischer und anderer Dichterwerke Verdienstliches geleistet. Seine wichtigeren Schriften sind: „Bájky pro ditky. Díl I. a II.“, d. i. Fabeln für Kinder. 1, und 2. Theil (1. Theil Prag und Königgrätz 1818, 12°.; 2. Theil Königgrätz 1821, 12°.), es sind Uebersetzungen aus anderen Sprachen; – „Biblické příběhy starého zákona pro mládež ku školnímu wynčowání. Díl I. a II.“, d. i. Biblische Geschichten aus dem alten Bunde für den Unterricht in Schulen. 1, u. 2. Theil (Königgrätz 1821, „Jan Křtitel, spiseček pro ditky welmi prospěšný“, d. i. Johann der Täufer, ein für Kinder sehr nützliches Büchlein (Königgrätz 1824); – „Lateinich-böhmisch-deutsches Wörterbuch nach J. G. Schellers etymologischer Grundlage“ (Königgrätz 1830, Pospíšil, gr. 8°.); – „Seznam slow a průpowědí českých we slowníku latinskočeskoněmeckém“, d. i. Register čechischer Wörter und Redensarten als Anhang zu dem lateinisch-böhmisch-deutschen Wörterbuche (ebd. 1834, 8°.); – „Sexta Aurelia Victoria dejiny řimské“, d. i. Des Sextus Aurelius Victor römische Geschichten (Prag 1838, 8°.); – „Lucia Julia Flora obraz dějů řimských“, d. i. Des Lucius Julius Florus Gemälde der römischen Geschichten (Prag 1843, 8°.). Auch begann er im Jahre 1823 die Herausgabe eines čechischen Almanachs: „Noworočenka“, den er im ersten Jahre in Gemeinschaft mit Klicpera, im Jahre 1824 allein und im Jahre 1825 in Gemeinschaft mit Čelakowský redigirte. Ueberdieß hat Chmela einige Stücke Kotzebue’s, darunter: Graf Benyowski, Johanna von Monfaucon, ein paar Schäferspiele Geßner’s und den Roman Van der Velde’s Arwed Gyllenstierna, diesen letzteren unter dem Pseudonym Joseph [381] Třebický, herausgegeben. Chmela starb im Alter von 54 Jahren.

Jungmann (Joseph), Historie literatury české, d. i. Geschichte der böhmischen Literatur (Prag 1859, Řiwnáč, 4°.) S. 375, Nr. 162 a, b, c; S. 403, Nr. 576; S. 412, Nr. 645 a–g, S. 421, Nr. 765 u. 76[?]; S. 425, Nr. 834; S. 434, Nr. 926; S. 406, Nr. 1318; S. 496, Nr. 1881; S. 570.