BLKÖ:Chotek von Chotkowa und Wognin, Johann Karl Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 2 (1857), ab Seite: 359. (Quelle)
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Chotek von Chotkowa und Wognin, Johann Karl Graf (Feldzeugmeister, geb. 28. Oct. 1705, gest. zu Wien 8. Nov. 1787). Entstammt einer alten in Oesterreich und Böhmen ansäßigen, seit 1556 freiherrl. u. seit 1723 gräfl. Familie. Johann Karl widmete sich dem Kriegsdienste, ward jedoch zumeist für diplomatische Sendungen und Regierungsgeschäfte benützt. Schon 1744 ward er Feldmarschall-Lieutenant, geheimer Rath und Landesadministrator von Baiern in der Epoche, als dieses Land vorübergehend zu Oesterreich gehörte. Im Jahre 1746 war er General-Kriegscommissär in Italien und schloß die Capitulation mit Genua ab, als diese Stadt von den Oesterreichern eingenommen wurde; unter anderen am 1. Sept. jenen Jahres gestellten Bedingungen mußte die Stadt binnen drei Wochen drei Millionen Contribution zahlen, und der Doge mit mehreren Rathsherren persönlich nach Wien kommen, um Gnade zu erbitten. Später war er Gesandter am königl. preuß. Hofe. Im J. 1762 zum Feldzeugmeister ernannt, bekleidete er bis zum Hubertsburger Frieden die Stelle eines Generalkriegs-Commissärs, u. war dann zweiter Kanzler des obersten Länder-Directorates. 1765 erhielt er das Erblandthürhüteramt in Niederösterreich erblich für seine Familie.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 692. – Wappen der Grafen Chotek: Quadrirter Schild mit Mittelschild. Letzteres quergetheilt; oben von Silber u. Roth der Länge nach getheilt, unten in Roth ein an die Theilungslinie angeschlossenes, herabstehendes, silbernes halbes Rad. 1 und 4 in Gold der gekrönte doppelte Reichsadler; 2 und 3 in Blau ein aufrechtstehender goldener Bär. Den Schild halten zwei goldene einwärtsstehende Bären in natürlicher Farbe.