BLKÖ:Darnaut, Vincenz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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D’Arnal
Band: 3 (1858), ab Seite: 165. (Quelle)
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Darnaut, Vincenz (Topograph, geb. zu Wiener-Neustadt 1770, gest. 30. Jänner 1821). Sohn eines Professors in der k. k. Militär-Akademie, studirte er die untern Schulen bei den Piaristen in Wien, Philosophie und die Rechte an der Universität daselbst, worauf er jedoch in das erzbischöfliche Alumnat eintrat und sich dem Studium der Theologie widmete. Nachdem er 1795 die Priesterweihe erhalten hatte, war er zuerst Vicar in Ebersdorf an der Donau, dann zu Wien bei der Pfarre auf dem Hof, bis er 1799 als Hofcaplan in der k. k. Hof- und Burgpfarre angestellt wurde. Als solcher übernahm er 1803 die Lehrkanzel der Kirchengeschichte und erhielt ein Jahr darauf die theolog. Doctorswürde. Seiner Gesundheitszustände wegen wurde er, auf ausdrückliche Anordnung des Kaisers, des Lehramtes enthoben, das er 9 Jahre bekleidet hatte. Seine Schriften sind: „Katholisches Lehr- und Gebetbuch zum vorzüglichen Gebrauche für die Jugend“, 2 Bändchen mit 6 Kupfern (Wien 1801); – „Leben der heil. Elisabeth, Landesgräfin von Thüringen“ (Ebenda 1813, mit 1 Kupfer); – „Religionsgeschichte des alten Bundes, oder Darstellung der Veranstaltung zur Einführung des Christenthums“, 1 Band (Ebenda 1816). Er war Mitarbeiter an Frints theologischer Zeitschrift. Besonders verdient gemacht hat er sich aber um die kirchliche Topographie Oesterreichs u. z. als Urheber des Planes und des Vereins derselben. An dem von diesem Verein herausgegebenen Werke: „Historische und topographische Darstellung der Pfarren, Stifte, Klöster, milden Stiftungen und Denkmäler im Erzherzogthum Oesterreich“ (Wien, Wimmer, 8°.), wovon im Ganzen 17 Bände herausgekommen und an welchem sich die tüchtigsten Männer, wie Bergenstamm, Schützenberger, Frast, Max Fischer, Herborn, Hartenschneider, Becziczka, Stolzhammer betheiligten, hatte er thätigen Antheil. Er verfaßte den ersten und zweiten Band, welche auch unter dem Separattitel erschienen: „Klosterneuburg und Umgegend diesseits der Donau“ (1824 mit Abbildungen und 1 Karte); – „Schönbrunn und Umgegend“ (1824 mit Abbildungen und 1 Karte).

Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835 u. f., 6 Bde.) I. Bd. S. 681].