BLKÖ:Erdelyi, Michael von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Erdélyi, Johann
Nächster>>>
Erdi
Band: 4 (1858), ab Seite: 65. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Michael von Erdelyi in der Wikipedia
GND-Eintrag: 100572766, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Erdelyi, Michael von|4|65|}}

Erdelyi, Michael von (Arzt, geb. zu Wien 1782, gest. ebenda 21. April 1837). Sein Vater Franz Joseph war auch Arzt. Michael besuchte die Schulen in Wien, begann an der dortigen Universität 1801 das ärztliche Studium, das er 1811 beendete. 1813 erhielt er die medicinische Doctorwürde. Als durch allerhöchste Entschließung die Vereinigung des k. k. Thierarznei-Institutes mit der Universität erfolgte, erhielt E. 1811 die Stelle eines kaiserl. Pensionärs. Schon 1814 wurden ihm. die Correpetitionen aus der Anatomie und Physiologie übertragen, 1818 erhielt er die Professur aus der Anatomie und Physiologie der Hausthiere, welche er bis an seinen Tod bekleidete. Frühzeitig trat E. als Schriftsteller seines Faches auf und er gab heraus: „Ueber die Drüsenkrankheit, den Rotz und Wurm des Pferdes“ (Wien 1813, 2. Aufl. 1834); – „Grundlinien der Knochenlehre des Pferdes“ (Ebd. 1819, 2. Aufl. 1834 mit 3 Taf.); – „Grundlinien der Eingeweidelehre der Haussäugethiere und besonders des Pferdes“ (Eb. 1819, 2. Aufl. 1831); – „Versuch einer Zoophysiologie des Pferdes und der übrigen Haussäugethiere“ (1820, 2. Aufl. 1830), welches Werk von den meisten größeren Thierheil-Anstalten des Auslandes als Lehrbuch benützt wurde; – „Beschreibung der einzelnen Gestüte des österr. Kaiserstaates, nebst Bemerkungen über Hornviehzucht, Schafzucht, Oekonomie“ (Eb. 1827); – „Grundlinien der Muskellehre des Pferdes“ (Eb. 1829, 2. Aufl. 1839, gr. 8°.); – Beiträge zur Beurtheilung der äusseren Umrisse oder des sogenannten Exterieurs der Pferde, nebst Berücksichtigung der Racen desselben“ (Ebd. 1831); – „Anleitung zur Pflanzenkenntniss ... für den Landwirth, Thierarzt u. s. w.“, 2 Thle. (Eb. 1835). Ueberdies gab E. die 3. Aufl. von Waldingers „Specielle Pathologie und Therapie oder Anleitung die einzelnen Krankheiten der nutzbarsten Hausthiere zu erkennen“ (Wien 1833) heraus, schrieb viele Aufsätze für die medicinischen Jahrbücher des östr. Kaiserstaates, u. a. eine „Skizze des k. k. Thierarznei-Institutes in Wien“. An den Präparaten des reichen anatomischen und pathologischen Museums des Wiener Thierarznei-Instituts hat E. wesentlichen Antheil. Mehrere gelehrte Vereine nannten E. ihr Mitglied.

Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, Voigt, 8°.) XV. Jahrg. (1837) I. Thl. S. 453. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835, 6 Bde.) II. Bd. S. 62. – Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 235 [nach diesem gest. 31. (!) April 1837].