BLKÖ:Fürstenberg, Wratislav I. Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 5 (1859), ab Seite: 19. (Quelle)
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Wratislaw I. von Fürstenberg in der Wikipedia
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19) Wratislav I. Graf, aus der Linie im Kinzinger Thale (Präsident des Reichshofraths, geb. 31. Jänn. 1584, gest. zu Wien 10. Juli 1631). Machte seine Kriegsschule in den Niederlanden durch, warb für Kaiser Mathias 5 Fähnlein hochdeutscher Krieger, war 1619 des Kaisers Gesandter in Paris, wo sein persönliches Verhalten und eine im Drucke veröffentlichte Denkschrift: „Advis sur les causes des mouvements de l’Europe ... fait par Messire Alcrimaud Conrad Baron de Fridemburg“ (ohne Druckort) nicht wenig dazu beigetragen haben mochten, das eifersüchtige Frankreich in friedlichen Gesinnungen zu erhalten. Ebenso erfolgreich wirkte er auf einer Gesandtschaft in Spanien, von welcher er 1621 zurückkehrte. Wratislaw führte der Erste in seinem Hause das Erstgeburtsrecht ein (1618), welches Kaiser Mathias betätigte. 1627 erhielt er das große Palatinat. Der Graf war dreimal vermält, u. z. (seit 16. Juli 1608) mit Margarethe v. Croy, Witwe Peters Grafen von Bossu († 1615); zum anderen Male mit Katharina Livia de la Verdetierra (seit 7. März 1616), welche ihm eine stattliche[WS 1] Mitgift einbrachte; als diese (1. Juli 1627) starb, vermälte sich Wratislaw (17. Dec. 1628) mit Lavinia Gräfin Gonzaga-Novellara. Der Sohn aus der ersten Ehe, Graf Albrecht, fand bei der Belagerung von Hohen-Twiel den Tod (18. Oct. 1640), und mußte sein Leichnam um 300 Ducaten aus den Händen der Feinde gelöst werden. [Vergl.: Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), Allg. Encyklopädie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect. 51. Thl. S. 508.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: staatliche.