BLKÖ:Habsburg, Mathias

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 83. (Quelle)
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258. Mathias, deutscher Kaiser, geb. 24. Februar 1557, gest. 20. März 1619). Sohn des Kaisers Maximilian II. und Maria’s, Tochter des Kaisers Karl V. Gemalin: Anna von Tirol, Erzherzogin von Oesterreich [Bd. VI, Nr. 28], Tochter Ferdinand’s von Oesterreich; ihm [84] vermält am 4. December 1611. Aus dieser Ehe sind keine Kinder entsprossen. Wahlspruch. Um eine mit dem Kreuze geschmückte Weltkugel, welche von Sonne und Mond beleuchtet wird, die Devise: „Concordia lumine major“. Der Gelehrte und Staatsmann Gislain Busbek[WS 1] war des Erzherzogs Erzieher, und wirkte wesentlich auf das sehr empfängliche Gemüth des ebenso lehr- und wißbegierigen, als thatendurstigen Prinzen. Leider entzweite ein tiefwurzelnder Zwiespalt die Gemüther der zwei Brüder, Mathias und Rudolph; ob nun die Ursachen in der verschiedenen Geistesrichtung derselben zu suchen sei, da Rudolph verschlossen, argwohnvoll, und Mathias offen und treuherzig war, oder in der sehr abweichenden Erziehung, da Rudolph am Hofe seines Oheims, des Königs Philipp II. in Spanien, Mathias unter den Augen seines Vaters in dem heimatlichen Deutschland erzogen wurden, das zu untersuchen ist unsere Aufgabe nicht; die Thatsache des bestandenen Zwiespaltes steht fest, und die noch traurigere, die schlimmen Folgen, welche aus demselben für die regierten Lande entstanden. Bald nach des Vaters Maximilian II. Tode brach der bisher verhaltene Groll offen aus und kündigte sich vorerst darin an, daß Rudolph, als Nachfolger auf dem Throne seines Vaters, seinem Bruder jede angemessene Beschäftigung in liebloser Weise versagte. Da boten die ausgebrochenen Unruhen in den Niederlanden Mathias Gelegenheit, das sich selbst zu verschaffen, was ihm sein Bruder versagte. Don Juan d’Austria [Bd. VI, Nr. 128] hatte sich die Sympathien der Niederländer zu erwerben nicht verstanden. Eine Partei, an deren Spitze der Herzog von Arschott und der Marquis von Havre standen, hatten auf den Erzherzog Mathias ihre Blicke gerichtet und heimlich mit ihm unterhandelt. Ihren Vorstellungen, daß die Erhaltung des Landes für das Haus Oesterreich, die Rettung der katholischen Religion vor dem Umsichgreifen der neuen Lehre nur noch davon abhänge, daß er, ein Prinz des Hauses und Bruder des Kaisers, die Statthalterschaft übernehme, gab Mathias um so williger Gehör, als sich ihm nun das von anderer Seite darbot, was ihm von jener, von der er es zunächst zu erwarten berechtiget war, vorenthalten wurde. Ohne Wissen seines Bruders, des Kaisers, machte sich Mathias auf den Weg nach den Niederlanden und kam in denselben bereits an, ehe die Requisitionen des Kaisers, ihn anzuhalten, ausgeführt werden konnten. Uebrigens wurden seine Erwartungen in den Niederlanden bald enttäuscht; erstens war die Partei, welche ihn in’s Land berief, nicht die überwiegende in dem von Parteiungen zerrissenen Lande, und dann mußte sich Mathias gefallen lassen, seine Stellung mit Oranien und zwar in sehr ungleicher Weise zu theilen, da Mathias nur den Titel, Oranien aber die Macht besaß. Nebstdem wollte Mathias nie zu Maßnahmen gegen seinen Oheim, Philipp II., den rechtmäßigen Herrn der Niederlande, die Hand bieten, und so legte er denn – um einer Absetzung zuvorzukommen – am 19. December 1580 selbst die Statthalterschaft nieder und verließ bitter enttäuscht das Land. Mathias wendete sich nun an seine Mutter und bat sie, ihn mit dem Kaiser, seinem Bruder, zu versöhnen. Der Kaiser vergab ihm wohl das Geschehene, im Uebrigen blieb Alles beim Alten, des [85] Kaisers Argwohn gegen Mathias war durch Nichts zu beseitigen und was dieser bat, blieb unerfüllt. Endlich gelang es den inständigen und beharrlichen Bitten der Kaiserin Mutter, daß Rudolph seinem Bruder die Statthalterschaft Oesterreichs übergab; aber schon 1595 nahm er ihm dieselbe wieder. Nun erhielt Mathias den Befehl über die Armee, welche in Ungarn gegen die Türken agirte, und seine Unternehmungen waren im Ganzen vom Glücke begünstigt, aber Rudolph’s Argwohn gegen seinen Bruder nahm in so bedenklicher Weise zu, daß er ihn gegen die bestehenden Hausgesetze vom Rechte der Nachfolge ausschloß, um diese dem Erzherzoge Ferdinand von Steiermark zuzuwenden; dabei nahm die Entwicklung des Gemütszustandes Rudolph’s eine so bedenkliche Richtung, daß sich alle Erzherzoge am 25. April und 11. November 1606 vereinigten und Mathias zum Haupte, Regenten und Schutzherrn des Hauses ernannten. Mathias, erbittert durch so viele Unbilden des Bruders, die er seit Jahren erduldet und durch diese letzte im hohen Grade aufgebracht, verband sich nun mit den Protestanten in Ungarn und Oesterreich, rückte mit einem Heere in Mähren und Böhmen ein und unterhandelte mit den Ständen wegen der Entthronung Rudolph’s. Dieser wollte fliehen, aber durch Vermittlung Sachsens, Brandenburgs, des Nuntius und spanischen Botschafters kam es zu einem Vergleiche, in welchem der Kaiser (am 25. Juli 1606) Ungarn und Oesterreich förmlich an Mathias abtrat und ihn zugleich als designirten König von Böhmen erkannte. Mathias hatte früher schon den Ungarn viele wichtige politische und kirchliche Forderungen zugestanden, auch die österreichischen Stände hatten ihm die Capitulations-Resolution und mit ihr unbedingte Glaubensfreiheit abgenöthiget, und unter solchen Verhältnissen waren auch die Stände in Böhmen, Mähren und Schlesien nicht unthätig geblieben und hatten Verbindungen nach Außen angeknüpft, um zur Zeit mit Nachdruck auftreten zu können. Die Fehden aber mit seinem Bruder dauerten fort und wurden um so heftiger, als Rudolph Alles versuchte, seines Gegners Einfluß zu schwächen, sich aber dazu nicht immer der glücklichsten Mittel bediente. Mathias zwang endlich den Kaiser (am 11. April 1611) zur völligen Abtretung der erbländischen Regierung und somit auch Böhmens, welche Demüthigung der Kaiser Rudolph nicht lange überlebte, denn neun Monate später starb er, 60 Jahre alt. Mathias war bereits im Jahre 1608 zum Könige in Ungarn gewählt und am 19. November d. J. gekrönt worden, König in Böhmen wurde er nun am 24. Mai 1611. Nach Rudolph’s Tode wurde er am 3. Juni 1612 zum römischen Kaiser in Frankfurt gewählt und am 24. Juni d. J. gekrönt. Auf dem Regensburger Reichstage, welcher der Krönung unmittelbar folgte, kam wieder die gehemmte Reichsjustiz in ihren geregelten Gang, wurden die Münzmißbräuche abgestellt und Anstalten getroffen, dem Uebermuthe der Türken zu begegnen. Ueberdieß fand auf diesem Reichstage die förmliche Trennung zwischen Protestanten und Katholiken zum ersten Male Statt, und alle Versuche des Kaisers, eine Vereinigung zu erzielen, blieben vergeblich. Wenigstens trachtete aber Mathias die religiösen Factionen im Kaiserstaate möglichst unschädlich zu machen und sich durch Bündnisse und Vergleiche zu kräftigen; so schloß er [86] Allianz mit Polen (23. März 1613) und erneuerte (14. Juni 1615, 1. Mai 1616 und 27. Februar 1618) den türkischen Waffenstillstand auf 20 Jahre. Der Umstand, daß der Kaiser keinen Nachfolger aus seiner Ehe zu hoffen hatte, trug auch dazu bei, den innern Frieden zu stören, denn an Bewerbern um den Thron fehlte es nicht; und Mathias war nicht der Mann, sich bei lebendigem Leibe einen Erben geben zu lassen. Nun aber gelang den vereinten Bemühungen zweier Brüder des Kaisers, des Hoch- und Deutschmeisters Maximilian [Nr. 264] und Albrecht’s VII. des Frommen [Nr. 13], die Erbfolge dem Erzherzoge Ferdinand von Steiermark zuzuwenden, der auch wirklich am 9. Juni 1617 als Thronfolger in Böhmen anerkannt und (29. Juni) gekrönt wurde. Indessen begannen die Unruhen in Böhmen immer ernster zu werden. Der dem Kaiser Rudolph bereits abgetrotzte Majestätsbrief gestattete sowohl dem Ritter- und Herrenstande und den königlichen Städten freie Religionsübung, dem Unterthan hingegen war es nicht erlaubt, neue Kirchen- und Unterrichtsanstalten zu errichten. Den protestantischen Unterthanen des Prager Erzbischofes und Abtes zu Braunau wurde in Folge dessen untersagt, neue Kirchen daselbst zu bauen; um das Verbot sich nicht kümmernd, bauten sie fort, als aber der Bau vollendet war, erschien eine kaiserliche Commission, welche beide Kirchen schloß. Dieser Umstand, verbunden mit den Verhöhnungen der Protestanten von Seite der Katholiken, mit Verfügungen, wodurch einzelne Persönlichkeiten, die aber einen großen Anhang im Lande hatten, wie Graf Thurn, gedemüthiget wurden, veranlaßte den Ausbruch jener Unruhen in Böhmen, welche von den Historikern als der Anfang des unseligen 30jährigen Krieges betrachtet werden. Es kam zu offenen Widersetzlichkeiten, die Statthalter in Prag, der Burggraf zu Karlstein Jaroslaus Borzita Freiherr von Martinitz, der Kammerpräsident Wilhelm Slawata, der oberste Burggraf Adam von Sternberg und der oberste Kanzler Zdenko Poppel von Lobkowitz, alle bekannt als erklärte Feinde der neuen Lehre, wurden im Prager Schlosse von den bewaffneten Deputirten überfallen, die letzten zwei in’s Nebengemach geführt, die ersten zwei aber aus dem Fenster in den Schloßgarten herabgestürzt — wo sie 80 Fuß tief fielen, ohne sich jedoch verletzt zu haben, weil sie auf einen Misthaufen gefallen waren. Diesen Auftritten folgte zunächst die Vertreibung der Jesuiten. Ob diesen Gewaltthaten auch von Seite der Regierung mit Gewalt zu erwidern sei, war eine Frage, welche Mathias und sein vertrauter Rathgeber, Cardinal Clesel, bestimmt verneinten, während Ferdinand (nachmals Ferdinand II.) [Bd. VI, Nr. 82] auf bewaffnete Rache drang und ein ausführliches Memorandum dieses Anlasses wegen niederschrieb. Auch ließen die Erzherzoge Ferdinand und Maximilian den ihnen verhaßten Cardinal Clesel[WS 2] eigenmächtig unverweilt verhaften und nach Ambras in Tirol bringen. Dieß war ohne Wissen des Kaisers geschehen. Indessen, weil sich im Lande keine Feldherren fanden, welche das Commando gegen die Aufrührer in Böhmen übernommen hätten, wurden fremde geworben und dem Lothringer Heinrich Du Val Graf von Dampierre[WS 3] und Karl Longueval von Bucquoy[WS 4] aus Hennegau, beide Zöglinge Spinola’s[WS 5], das Commando anvertraut. Sie rückten nun in Böhmen [87] ein und behandelten das Land feindlich. Aber zu den Böhmen stieß Graf Peter Ernst von Mansfeld mit einem wohlgeübten, 4000 Mann starken Heere, der die Gelegenheit gern benützte, seinem alten Grolle gegen Oesterreich nunmehr in seiner Weise Luft zu machen. Dem energischen Verhalten der Regierung gegenüber entwickelten die Protestanten in Böhmen auch eine große Thätigkeit; es wurden geheime Unterhandlungen gepflogen: dem Churfürsten Friedrich V. von der Pfalz|Friedrich V. von der Pfalz, als dem Haupte der Union, die böhmische Königskrone angeboten, ferner sollte der Herzog von Savoyen deutscher Kaiser und Oesterreich von der Republik Venedig mit Krieg bedroht werden. Unter solchen Umständen schloß der friedliebende Kaiser, der den Bürgerkrieg um jeden Preis vermeiden wollte, einen zweimonatlichen Waffenstillstand, der jedoch von den Böhmen nur angenommen wurde, um Zeit zu gewinnen; indessen aber überraschte der Tod den Kaiser, der 62 Jahre alt geworden war und wenige Monate zuvor seine geliebte Gattin, die Kaiserin Anna [Bd. VI, Nr. 28], durch den Tod verloren hatte. Kaiser Mathias besaß alle Eigenschaften in sich, ein großer Monarch zu werden; aber in seiner Jugend hatte er von dem Mißtrauen seines Bruders, des Kaisers, zu leiden, das ihn so weit trieb, daß er mit bewaffneter Hand sich ihm entgegenstellte, aus welchem Kampfe er als Sieger hervorging; als er aber den deutschen Kaiserthron bestieg, war er in Jahren bereits vorgerückt und seine Gesundheit so geschwächt, daß er den Ränken und revolutionären Umtrieben, die sich allenthalben kundgaben, nicht mehr mit jener Energie begegnen konnte, die nothwendig war, und daß er bei seiner vorherrschenden Friedensliebe zu Maßregeln sich entschied, die von seinen Gegnern als Schwäche angesehen wurden, während sie wirklich nichts Anderes waren, als Opfer der kaiserlichen Macht, um den Bürgerkrieg zu vermeiden. Es ist keine Periode der Habsburger von den Geschichtschreibern bisher so wenig berücksichtiget worden, als die der Fehden Rudolph’s und Mathias’, und es dürfte kaum eine zweite denselben reichere wichtigere und denkwürdigere Ausbeute geben, als eben diese. Kaiser Mathias und seine fromme, gottesfürchtige Gemalin Anna von Tirol sind die Stifter der kaiserlichen Gruft bei den Kapuzinern, wozu jedoch der Grundstein erst unter Ferdinand II. im Jahre 1622 gelegt wurde. Die Leichname des Kaisers und seiner Gemalin waren auch die ersten, welche 1633 feierlich aus dem Königskloster (1782 abgetragen, jetzt steht dort das gräflich Pallavicinische Palais und die protestantischen Bethäuser) in die neue Kaisergruft übertragen wurden.

I. a) Selbstständige Werke. Actus electionis et coronationis Mathiae atque Annae Austriacae (Francfor. 1612, 4°.). – Genessius (A...), Descriptio coronationis Mathiae II. cum brevi regum Pannoniae chronologia; deutsch übers. von Wilhelm Spangenberg (Straßburg 1609, 8°.). – Habernfeld (A. v.), Bellum bohemicum (Lugd. Bat. 1646, 24°.). – Hosman (Abraham), Viva pictura flagrantis amoris conjugalis, d. i. wahre Abcontrafactur der ehelichen Liebe, vorgestellt auf das Beylager Mathiae II. und Annae von Oesterreich in Wien 1611 (Leipzig 1612, 4°.). – Lemire (Aubert), De belli Bohemo-Germanici (inter Mathiam et Ferdinandum II.) initio, causa et progressu (Lugd. Batav. 1621, 12°.; Frankf. 1621, 4°.; auch Colon. Agripp. 1622, 8°.). – Londorpius (Michael Caspar), Bellum sexennale civile germanicum inter Mathiam et Ferdinandum II. etc. ab anno 1607 usque ad annum 1623 (Frcf. 1623, 4°.). – Praetorius (Bernhard), Corona imperialis i. e vota et congratulationes [88] diversorum auctorum in electionem et coronationem Mathiae etc. (Norimb. 1613, 4°.) – Santorio (Paolo), Vite di Ridolfo II. e Mattia imperatori (Venez. 1664, 8°.). – Stufa (Alessandro), Esequie della M. C. dell’ imperatore Mattia celebrate da Cosimo II. gran-duca di Toscana (Firenze 1619, 4°.). – Vettori (Pietro), Oratio in funere Matthiae caesaris Romanorum imperatoris augusti (Florent. 1619, 4°.). – Weber (Immanuel), Sylloge rerum praecipuarum tempore Matthiae Caesaris in Europa gestarum (Giessen 1701, 4°.; ebd. 1721, 4°.).
I. b) In Zeitschriften und anderen Werken Zerstreutes. Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1731, Thom. Fritschens Erben, gr. Fol.) Dritte Aufl. Bd. III, S. 466.[BN 1]Bergmann (Joseph), Medaillen auf berühmte und ausgezeichnete Männer des österreichischen Kaiserstaates vom XVI. bis zum XIX. Jahrhunderte (Wien 1844–1857, 4°.) Bd. I, S. 121, 135, 178, 184, 188, 202; Bd. II, S. 12 (Anmerkung), 13, 41, 56, 74, 75, 78, 80, 91 (Anmerkung), 206 (Anmerkung), 223, 227, 231, 232, 242, 248, 255, 268, 269, 270, 277, 290 (Anmerkung), 293 (Anmerkung), 370, 371 u. f., 385 (Anmerkung), 431. – Hormayr (Jos. Freiherr von), Oesterreichischer Plutarch (Wien, 8°.) Bd. VIII, S. 5–44; wieder abgedruckt in der „Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender“ für das Jahr 1855, S. 75. – Hvězda. List zabavny (Prager Unterhalt. Blatt in čechischer Sprache) 1860, Nr. 34, S. 409: „Vyvolení Matiáše II. za císaře Řimského“, d. i Ausrufung Mathias’ II. zum römischen Kaiser. – Oesterreichische Zeitschrift für Geschichts- und Staatskunde, von Joh. Paul Kaltenbäck (Wien, 4°.) Jahrgang 1836, Nr. 21: „Des Königs Mathias Einzug in Prag am 24. September 1611“. – Ebenda, Jahrg. 1837, Nr. 3: „Guet beduncken, ob Ihre fürstliche Durchlaucht etc. (Erzherzog Mathias) sich zu Haltungen des Reichstags gebrauchen lassen soll“ (1597).
II. Porträte. 1) J. Blaschke sc. (8°.); – 2) D. Custos sc. (gr. Fol.), ganze Figur, nach der Ambraser-Sammlung; – 3) R. Gaillard sc. (8°.); – 4) (J. v. Heyden sc.) (4°.), der Kaiser zu Pferde; – 5) F. Höpfner fec. (Fol.), der Kaiser zu Pferde, wie er 1612 in Nürnberg eingeholt worden, seltenes Blatt; – 6) P. de Jode sc. (kl. 4°.), von demselben Künstler zwei verschiedene Blätter; – 7) G. Meyer p. 1613, P. von Isselburg sc. (Qu. Fol.), mit seiner Gemalin Anna zugleich; – 8) L. Kilian fec. (Fol.), und von demselben Künstler in (4°.) als König von Ungarn, Halbfigur; – 9) W. Kilian sc. (kl. 4°.); 10) (M. Lang sc.?) (4°.), Hüftbild; – 11) B. Moncornet exc. (8°.); – 12) Aeg. Sadeler del., ad vivum et sc. 1614 (Roy. Fol.), Brustbild mit reichem Beiwerk, ein kostbares Blatt; – von Demselben ein Hüftbild (Fol.), 1616; – 13) in Aeg. Sadeler’s Manier (4°.); – 14) C. v. Sichem sc. (4°.), ganze Figur; – 15) P. Soutman p., P. v. Sompel sc. (gr. Fol.); – 16) (A. Vaillant sc.) (Fol.), als Erzherzog; – 17) J. H. Wierx sc. (Qu. Fol.), mit Wilhelm dem Schweigsamen[WS 6] zusammen (Qu. Fol.), seltenes Blatt.
III. Medaillen. 1) Auf den Reichstag zu Regensburg, 1612. – 2) Auf die Krönung. – Vergl. das „Verzeichniß der von dem k. k. Feldmarschall-Lieutenant Ludwig de Traux in Wien hinterlassenen Münz- und Medaillen-Sammlung“ (Wien 1856), Nr. 155–160, 756–762, 2724–2734.

Berichtigungen und Nachträge

  1. S. 88 d. Bds., Spalte 1, ist zu den Quellen über Kaiser Mathias (Nr. 258) unter I. b) in Zeitschriften und anderen Werken Zerstreutes nach dem Allgemeinen historischen Lexikon einzuschalten:
    Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) XII. Jahrg. (1851), S. 24: „Kaiser Mathias in Prag“. [Band 7, S. 415]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Ogier Ghislain de Busbecq (Wikipedia).
  2. Klesl, Melchior bzw. Melchior Khlesl (Wikipedia).
  3. Duval Graf de Dampierre, Heinrich bzw. Heinrich von Dampierre (Wikipedia).
  4. Bucquoi, Karl Graf von bzw. Charles Bonaventure de Longueval (Wikipedia).
  5. Ambrosio Spinola (Wikipedia).
  6. Wilhelm I. (Fürst von Oranien) bzw. Wilhelm I. (Oranien) (Wikipedia).