BLKÖ:Fahnenberg, Aegid Joseph Karl Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Fahrbach, Joseph
Band: 4 (1858), ab Seite: 133. (Quelle)
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Egid Joseph Karl von Fahnenberg in der Wikipedia
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Fahnenberg, Aegid Joseph Karl Freiherr (Staatsmann, geb. zu Mons in den Niederlanden 1749, gest. zu Wien 8. Juni 1827). Studirte auf dem Gymnasium zu Wetzlar und den Hochschulen zu Würzburg und Heidelberg. Nach vollendeten Studien trat er 1773 in kaiserl. österr. Dienste, wo sein gründliches und reiches juridisches Wissen seine Verwendung beim Reichskammergerichte (1782) und Ernennung zum kaiserl. Directorial-Gesandten zu Regensburg (1795) veranlaßte. Nach Auflösung der deutschen Reichsverfassung (1806) zog sich F. nach Wien in’s Privatleben zurück und lebte der Wissenschaft. Von seinen im Druck erschienenen Schriften sind zu nennen: „Entwurf einer Geschichte des kais. und Reichskammergerichts unter dem Vicar.“ (Lemgo 1790, 1791, die Fortsetzung Wetzlar 1795, 8°.); – „Ueber die völlige Exemption des Erzhauses Oesterreich von der Gerichtsbank des Reichskammergerichts“ (Wien 1796, gr. 4°.); – „Lebensgeschichte des Freiherrn von Borié“ (Wetzlar 1795, 8°.); – „Literatur des kaiserlichen Reichskammergerichts und Reichshofraths“ (Wetzlar 1792, 8°.); – und „Schicksale des Reichskammergerichts vorzüglich im Kriege“ (Wetzlar 1793, 8°.). Unter seinen hinterlassenen Arbeiten ist zu nennen sein Werk: „Ueber die Verdienste Oesterreichs um Deutschland“.

Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann) (Wien 1835) II. Bd. S. 99. – VI. Bd. Suppl. S. 434 [nach dieser gest. 8. Juni 1827]. – Kayser (Christian Gottlob), Vollständiges Bücher-Lexikon (Leipzig 1834, Schumann, 4°.) II. Bd. S. 188 [nach diesem gest. 8. Juni 1817].