BLKÖ:Fedak, Michael

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Fazioli, Johann
Band: 4 (1858), ab Seite: 156. (Quelle)
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Fedak, Michael (Oberst und Ritter des Mar. Theresien-Ordens, geb. zu Jászo in Ungarn 1749, gest. zu Karlsburg 7. Juni 1804). Trat – 17 Jahre alt – als Gemeiner in’s Hußaren-Regiment Emmerich Esterházy, machte den bairischen Erbfolgekrieg als Lieutenant mit und war bei Beginn des Türkenkrieges bereits Major. Vor Belgrad (10. Sept. 1789) zeichnete er sich bei einem Ausfall von 800 Spahis besonders aus, brachte durch seinen Heldenmuth die bereits fliehenden Hußaren zum Stehen und führte sie, nachdem sie sich gesammelt, neuerdings dem Feinde entgegen, der geworfen wurde und dabei ansehnliche Beute hinterließ. Im Dec. 1793 wurde F. Oberstlieutenant im Hußaren-Regiment Nr. 9. Bei der Berennung Mannheims (Oct. 1795) führte F. die Avantgarde und nahm dem Feinde 6 Kanonen. Im Juni 1796 stand er bei der Armee in Italien und that sich bei Piovensano (31. Juli), bei Rivoli (17. Nov.), am meisten aber bei Tarvis (23. März 1797) hervor, wo er, um sich der Worte des großen Erzherzogs Karl zu bedienen, die er dem Helden nach seiner Ranzionirung (am 17. Jänner 1798) in’s Zeugniß geschrieben: „sich bis auf’s Aeußerste gehalten, um die schnelle Verfolgung des Feindes zu hindern und unseren geworfenen Truppen zur Formirung Zeit zu verschaffen, sich als ein braver Officier verhalten, und mich [den Erzherzog] durch seine Standhaftigkeit und Bravour gerettet, bei welcher Gelegenheit er fünf Blessuren erhalten hat und endlich gefangen worden ist“. Fedak, nach dieser Waffenthat gemeiniglich der Held von Tarvis genannt, wurde dafür in der 66. Promotion (18. Aug. 1801) mit dem Ritterkreuze des Mar. Theresienordens ausgezeichnet. Später wurde er Oberst und Commandant der Festung Karlsburg, als welcher er, 65 Jahre alt, starb.

Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder .... (Wien 1857, Staatsdruckerei) S. 628, 1743. – Oestr. Militär-Konvers.-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynertt (Wien 1851 u. f.) II. Bd. S. 304.